20. August 2017

Geistliches Leben kommt in Spielfilmen zu wenig vor

Quelle: idea.de

Der Sprecher des Forums für Christen in Film und Fernsehen (CFF), Sven Reichmann. Foto: PR

Der Sprecher des Forums für Christen in Film und Fernsehen (CFF), Sven Reichmann. Foto: PR

Volkenroda (idea) – Geistliches Leben kommt viel zu wenig in Kino- und Fernsehfilmen vor. Das erklärte der Sprecher des Forums für Christen in Film und Fernsehen (CFF), Sven Reichmann (Stuttgart), gegenüber idea.

Neben den hohen Produktionskosten, die für viele christliche Sender schwer zu schultern seien, könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass viele säkulare Drehbuchautoren oft keine Kenntnisse vom „normalen Christsein“ hätten, sagte Reichmann. Er äußerte sich beim 18. Forum für Christen in Film und Fernsehen, das Anfang Februar in Volkenroda (Thüringen) stattfand. In dem ehemaligen Zisternzienserkloster trafen sich christliche Medienschaffende aus Film, Fernsehen, Video und Multimedia. CFF will Christen ermutigen, ihren Glauben stärker in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Die Fachtagung bot den Teilnehmern die Möglichkeit zum beruflichen und geistlichen Austausch. Reichmann zog ein positives Fazit des Treffens. Es sei „eine spannende Mischung aus erfahrenen Filmemachern und langjährigen Freunden sowie engagierten Nachwuchsfilmern“ gewesen. Neben der Vernetzung von etablierten Film- und Fernsehschaffenden wolle CFF auch den Nachwuchs auf dem Weg in die verschiedensten Medienbereiche unterstützen.

Teilnehmer zeigen eigene Beiträge

Die Teilnehmer führten bei dem Forum eigene Filmbeiträge vor. Konrad Schmid (Heimsheim bei Stuttgart) präsentierte eine vorläufige Fassung seines biografischen Films über Sabine Ball (1925-2009), der den Untertitel „Sehnsucht nach Leben“ trägt. Die als „Mutter Teresa von Dresden“ bekannt gewordene Frau war diakonisch und evangelistisch unter jungen Menschen tätig. Der Film erscheint voraussichtlich Ende Februar beim Verlag SCM Hänssler (Holzgerlingen bei Stuttgart). Nachwuchsfilmer Julius Schindler (Berlin) stellte sein Kurzprojekt „Blind“ (www.blind-derfilm.de) vor. Mit dem Verein Mannaplace produzierte er einen evangelistischen Clip für Facebook und Youtube. Das Video stellte er kostenlos in die sozialen Netzwerke ein, damit es Menschen außerhalb des christlichen Kreises erreicht. Tabea Hosche (Berlin) zeigte ihren Film über die Fotografin Donata Wenders, der in der Reihe „Art des Lebens“ auf dem Fernsehkanal ERF1 lief. Hosches Beitrag ist für einen Preis des US-amerikanischen „Movieguide Award“ nominiert.