18. August 2017

Facebook im Konfirmandenunterricht

Quelle: idea.de

Foto: Alexander Klaus/pixelio.de

Foto: Alexander Klaus/pixelio.de

Wabern (idea) – Das soziale Internet-Netzwerk Facebook kann helfen, den Konfirmandenunterricht interessanter und intensiver zu gestalten. Diese Erfahrung hat die evangelische Pfarrerin Sabine Koch (Wabern) gemacht.

Sie hatte festgestellt, dass alle acht Konfirmanden als Mitglieder registriert waren. Sie habe dort eine „geheime Gruppe“ gegründet, deren Beiträge nur von den eingetragenen Mitgliedern angesehen werden können. Nun lade sie per Facebook zum Unterricht ein und verweise auch auf Internetadressen zur Vorbereitung des jeweiligen Themas, schreibt Koch in der Zeitschrift „Blick in die Kirche“ der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie habe erlebt, dass sich nach dem Unterricht Diskussionen über ernsthafte Themen ergeben hätten, etwa zu „Sterben und Tod“. Unter anderem wurde gefragt: „Sind wir nicht eigentlich noch zu jung, um über den Tod zu reden?“ Die Pfarrerin: „Ich glaube, im Unterricht hätten sich die Konfirmanden nicht getraut, darüber zu sprechen. Am PC hatten sie die nötige Distanz und konnten dennoch in die Tiefe gehen, weil sie wussten, dass da die Nachrichten nur von der Gruppe gelesen werden können.“ Aufgrund ihrer guten Erfahrungen nutzt die Pfarrerin Facebook auch für die übrige Gemeindearbeit. Sie sei inzwischen mit über 200 Kirchenmitgliedern „befreundet“. Darunter seien auch einige, die nicht zum Gottesdienst gingen, „aber offen sind für meine Postings und die auch munter kommentieren“. Der „Gefällt mir“-Button bei Facebook habe eine ähnliche Funktion wie in früheren Zeiten Flugblätter. Die Pfarrerin: „Ich glaube, Martin Luther hätte diese Netzwerke auch genutzt, um seine Botschaft öffentlich zu machen.“