18. August 2017

Bundesstiftung für Paare mit Kinderwunsch gefordert

Quelle: idea.de

Friedlinde Gurr-Hirsch fordert die Einrichtung einer Bundesstiftung. Foto: PR

Friedlinde Gurr-Hirsch fordert die Einrichtung einer Bundesstiftung. Foto: PR

Bad Herrenalb (idea) – Die baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Fhttp://www.schneider-breitenbrunn.de/?p=7802&preview=trueriedlinde Gurr-Hirsch (Heilbronn) hat die Einrichtung einer Bundesstiftung gefordert, um Paare bei der Verwirklichung ihres Kinderwunsches finanziell zu unterstützen.

Sie beteiligte sich am Kongress „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, den das Diakonische Werk Baden vom 1. bis 3. Februar in Bad Herrenalb bei Karlsruhe durchführte. Laut Gurr-Hirsch ist der Kinderwunsch heute medizinisch erfüllbar. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Paare, die keine Kinder haben, sich dafür rechtfertigen müssen. Wo es an Geld mangele, solle eine Bundesstiftung einspringen. Die Politikerin plädierte ferner für das Recht von Eltern, ein behindertes Kind zu bekommen. Es bestehe die Tendenz, diesen Eltern Vorwürfe zu machen, weil sie die Möglichkeiten der Früherkennung und der modernen Medizin nicht zur Abtreibung genutzt hätten. „So weit darf es nicht kommen“, sagte Frau Gurr-Hirsch

„Leihmutterschaft verletzt die Würde von Menschen“

Mitarbeiterinnen diakonischer Beratungsstellen warnten, dass die Fokussierung auf die Erfüllung des eigenen Kinderwunsches sich verselbstständigen und negative Folgen für Paare und Kinder haben könne. Sie forderten, dass neben der medizinischen Beratung und Behandlung durch Ärzte auch eine psychosoziale Beratung und Begleitung von Paaren mit Kinderwunsch angeboten werde. Ihrer Erfahrung nach ist ungewollte Kinderlosigkeit und der Wunsch nach einem Kind oft mit Sehnsüchten, Verletzungen, Beziehungsproblemen und Leiden verbunden. Kritik übten die Mitarbeiterinnen daran, dass Frauen das Kind eines anderen Paares austragen: „Leihmutterschaft verletzt die Würde von Menschen.“