15. Dezember 2017

Unternehmertag: Als Unternehmer an Jesus orientieren

Quelle: idea.de

Arne Bär, Geschäftsführer der G. Fleischhauer Bremen GmbH - Foto: Thomas Schneider

Arne Bär, Geschäftsführer der G. Fleischhauer Bremen GmbH - Foto: Thomas Schneider

Chemnitz (idea) – Führungskräfte sollten sich in ihrem Dienst an Jesus Christus orientieren. Das empfahl der Geschäftsführer der G. Fleischhauer GmbH Bremen, Arne Bär, beim Unternehmertag des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen am 28. Januar in Chemnitz. Das Treffen stand unter dem Thema „Neue Wege – Die Arbeitswelt der Zukunft“. Wie Bär vor den knapp 160 Teilnehmern sagte, besteht Führung im 21. Jahrhundert nicht mehr darin, dass einer sage, wo es lang gehe und die anderen folgten. Vielmehr habe eine Führungskraft die Aufgabe, selbst Verantwortung zu übernehmen und Mitarbeiter zu befähigen.

„Führung ist eine Dienstleistung“, so Bär. Der Chef eines Unternehmens sei zugleich Diener seiner Mitarbeiter und müsse für sie ansprechbar sein. Das habe Jesus wie kein anderer vorgelebt. Als Beispiel nannte Bär die Episode aus dem Johannes-Evangelium, in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht und sie anschließend beauftragt, ebenfalls ihren Mitmenschen zu dienen.

Die besten Mitarbeiter sind nicht immer die richtigen

Bär ermutigte die Teilnehmer, sich regelmäßig Zeit für das Gespräch mit Gott zu nehmen. Während die Geräusche der Umwelt laut seien, sei Gottes Stimme in der Regel sehr leise. Er gönne sich deshalb zwei mal im Jahr eine Besinnungszeit, so Bär. Das sei wichtig, um sich über die eigenen Prioritäten und Ziele klar zu werden. Nur wer sich selbst führen könne, könne auch andere Menschen führen. Zur Auswahl von Mitarbeitern sagte Bär, die besten seien nicht immer die richtigen: „Viele werden aufgrund ihrer Kompetenz eingestellt und aufgrund ihres Charakters wieder entlassen.“ Er ermutigte dazu, solche Menschen einzustellen, „die ins Unternehmen passen“.

Holmer: Wie Abraham mit Gott Neues wagen

Der Direktor des Diakonissen-Mutterhauses Elbingerode (Harz), Reinhard Holmer, bezeichnete in einer Bibelarbeit Abraham als Vorbild dafür, Neues zu wagen. Er habe sich auch im hohen Alter nicht davor gescheut, Gott zu gehorchen und neue Wege zu gehen. So sei er auf Gottes Geheiß in ein ihm unbekanntes Land aufgebrochen. Er sei diesen Weg konsequent gegangen, obwohl er das Ziel nicht gekannt und keine Sicherheiten gehabt habe. Holmer ermutigte die Unternehmer, Gott nicht nur am Sonntag, sondern auch im geschäftlichen Umfeld zu vertrauen und zu sagen „Weise mir, Herr, deinen Weg“. Diese Bitte gehöre mitten in den Alltag. Gerade in frommen Kreisen beobachte er, dass im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen so viel diskutiert werde, dass am Ende gar nichts passiere, so Holmer. Er wünsche sich mehr Mut zum Wagnis „im Vertrauen auf Gott“.

Berthold: Dienst im Beruf ist Gottesdienst

Innerhalb des sächsischen Gemeinschaftsverbandes gibt es neben dem Arbeitskreis für Unternehmer auch Vereinigungen für Ärzte, Bäcker oder Landwirte. Der Vorsitzende des Gemeinschaftsverbandes, Prof. Johannes Berthold (Moritzburg), bezeichnete diese Sammlungsformen als „gut lutherisch“. Martin Luther (1483-1546) habe den Dienst des Menschen in seinem Beruf neu ins Blickfeld gerückt. Er habe deutlich gemacht, dass ein jeder Mensch Gott diene, indem er mit seinen Gaben und Fähigkeiten den Mitmenschen Gutes tue. Von dieser Erkenntnis und der damit verbundenen Wertschätzung des weltlichen Berufs seien wichtige Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft ausgegangen. Der jährlich stattfindende Unternehmertag des sächsischen Gemeinschaftsverbandes möchte Führungskräfte in der Wirtschaft miteinander vernetzen. 2013 wird es wegen des Kongresses christlicher Führungskräfte vom 17. bis 19. Januar in Leipzig keinen Unternehmertag geben.