15. Dezember 2017

Papst Benedikt geißelt westliche Familienpolitik

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Ich/pixelio.de

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ROM. Die aktuelle Gesellschafts- und Familienpolitik gefährdet nach Ansicht von Papst Benedikt XVI. „die Zukunft der Menschheit“. Das Oberhaupt der katholischen Kirche warnte vor 160 Diplomaten im Vatikan am Montag, die Aufweichung der traditionellen Familie sei eine „Bedrohung für die menschliche Würde“, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Die privilegierte Verbindung von Mann und Frau sei mehr als eine einfache „soziale Konvention“, sondern vielmehr die „Grundlage der gesamten Gesellschaft“, betonte Benedikt. Er sprach sich damit auch gegen das Recht von homosexuellen Paaren aus, Kinder zu adoptieren.

Bundesregierung plant neue Gesetzesänderungen

Er verurteilte zudem „Maßnahmen, die Abtreibungen nicht nur erlauben, sondern diese auch aus zweckgebundenen Motiven oder zweifelhaften medizinischen Gründen bevorzugen“.

Dagegen hatte die Bundesregierung bereits in der vergangenen Woche angekündigt, die Eingetragenen Lebenspartnerschaften der Ehe weiter anzugleichen. Besonders beim Steuer- und Adoptionsrecht kündigte die schwarz-gelbe Koalition laut einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen weitere Änderungen an. (ho)