15. Dezember 2017

Michael Diener: „Landeskirchen und Evangelikale kann man nicht trennen“

Quelle: ead.de

Foto: M.E./pixelio.de

Unter dieser Überschrift hat die Seite evangelisch.de ein Interview mit Dr. Michael Diener, dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz veröffentlicht. K. Rüdiger Durth, Journalist und Theologe, schreibt für evangelisch.de und stellte die Fragen. Eine der Fragen lautete:

Wo sehen Sie nach wie vor ein Spannungsverhältnis zwischen Landeskirchen und Evangelikalen?

Diener: Wer „evangelikal“ sagt, meint damit ein bestimmtes Spektrum des Evangelischen. Das muss jedem klar sein, der glaubt, das ließe sich voneinander trennen. Unterscheiden kann man es, vielleicht muss man es auch, aber trennen kann man beides voneinander nicht. Einer der wesentlichen Punkte in denen diese Unterscheidung greift, ist die hermeneutische Frage. Wie verhält sich die ja auch kirchlicherseits immer wieder betonte umfassende Autorität der Heiligen Schrift zu ihrer gegenwartsbezogenen Auslegung? Aus der Beantwortung dieser Frage ergeben sich fast alle Spannungsfelder. Aktuell könnte ich da die Diskussionen um das Verständnis des Sühnetodes Jesu nennen, aber natürlich auch die bleibenden ethischen Differenzen, etwa in der Bewertung der Homosexualität. [Weiterlesen]