15. Dezember 2017

Hessen-CDU zwischen Burka-Verbot und Integration

Jetzt kommt`s dick... Foto: Silke Kaiser/pixelio.de

Jetzt kommt`s dick... Foto: Silke Kaiser/pixelio.de

Das, was derzeit die hessische CDU in Sachen Integration aus dem Bembel zaubert, schmeckt ganz sicher vielen Bürgern nicht.

Einerseits wollen die Christdemokraten in ihrem Bundesland das Tragen der Burka verbieten, weil die Vollverschleierung von Frauen so „beängstigend“ auf viele Bürger wirke. Andererseits bekennt man sich zu Deutschland als Zuwanderungsland, weil man doch auf „Zuwanderung angewiesen“ sei. Einerseits beteuert der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer am Donnerstag vor seiner Fraktion: „Wer hier lebt, muss bereit sein, sein Gesicht zu zeigen“. Anderseits fordert er den „Ausbau von Kindertagesstätten und Schulen als Integrationszentren“ und Islamkunde als Teil des Ethik-Unterrichts. – Solch ein Katzenjammer soll in einem 20-seitigen Eckpunktepapier zu finden sein.

Glaubt etwa die hessische CDU, dass sich der Islam als sozio-politische Religion in der deutschen Gesellschaft nur über vollverschleierte Frauen ausbreiten werde? Und wo bleibt das christliche Engagement für die ungeborenen deutschen Kinder, die zu Tausenden abgetrieben werden und auf dem Müll landen? Und so rennt die CDU ohne „C“ wie eine Katze um den heißen Brei und kratzt nach muslimischen Wählerschichten. Sicher ist, dass sie sich bei solchen Kapriolen über kurz oder lang die Pfoten verbrennen wird. (Thomas Schneider)