16. Januar 2018

Parteipolitik: Evangelische Politiker ringen um CDU-Kurs

Quelle: idea.de

Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner. Foto: idea/Bannach

Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner. Foto: idea/Bannach

Berlin (idea) – In der CDU wird neu um den Kurs der Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, gerungen. Konservative Politiker wollen am 15. Dezember über die Gründung eines „Berliner Kreises“ beraten, berichtet die Zeitung „Welt am Sonntag“.

Sowohl unter Kritikern wie Befürwortern Merkels finden sich engagierte Protestanten. So hat der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner die konservative Gruppe seit zweieinhalb Jahren vorbereitet. Er setzt sich für ein vom „C“ geprägtes wertkonservatives Profil seiner Partei ein. Auch andere Politiker, die den möglichen künftigen Mitgliedern des Berliner Kreises zugerechnet werden, sind engagierte evangelische Christen, etwa der frühere brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm und die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen war 2002 von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zur theologisch konservativen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) übergetreten.

Kauder: „C bleibt unsere Grundlage“

Auch auf der Seite der Unterstützer der CDU-Parteivorsitzenden finden sich engagierte Protestanten. Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, der den Pietisten nahe steht, kritisierte die beabsichtigte Gründung des „Berliner Kreises“ und forderte die Unterstützer auf, konkrete Ziele zu formulieren. Ferner bekräftigte er, dass „das ‚C’ unsere Grundlage ist“. Zu Merkels Unterstützern zählen auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, von 2003 bis 2009 Mitglied des Rates der EKD, sowie der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Thomas Rachel. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium.