22. Oktober 2017

Eritrea: 15 Christen festgenommen

Quelle: zeltmacher-nachrichten.eu

Foto: Jan Schwarze/pixelio.de

Foto: Jan Schwarze/pixelio.de

(Open Doors) Wieder sind in Eritrea mehrere Christen festgenommen worden. Das erfuhr das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors von einheimischen Kontaktpersonen. Bei einer Hausdurchsuchung am 6. November verhaftete die Polizei im nördlichen Nakfa (Provinz Sahel) 15 Christen. Die Gruppe hatte sich in einem Privathaus zu einem Gebetstreffen versammelt. Augenzeugen berichteten, dass die fünf Frauen und zehn Männer von den Beamten geschlagen wurden, bevor man sie in einem LKW wegbrachte. Von der Polizeistation Nakfa aus kamen sie an einen bislang unbekannten Ort.

1.500 Christen gefangen

In Eritrea sind Christen Tag für Tag dem Risiko ausgesetzt, aufgrund ihres Glaubens festgenommen zu werden und in Lagerhaft zu kommen, etwa, wenn sie sich in Privathäusern zum Gebet versammeln oder einer unabhängigen Gemeinde angehören. Immer wieder erhält Open Doors besorgniserregende Nachrichten über die Situation der Christen in dem abgeschotteten Land. Eritrea steht auf Platz 12 des Weltverfolgungsindex. Die Liste zeigt an, wo Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Das diktatorische Regime hält an seinem scharfen Kurs gegen Christen, die sich außerhalb staatlich genehmigter Kirchen versammeln, fest. Nur vier Religionsgemeinschaften sind erlaubt.

Wie einheimische Kirchenleiter berichteten, sind derzeit nahezu 1.500 Christen in Militärlagern, unterirdischen Zellen (Erdbunker) und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshandlung ausgesetzt. Um den Christen im Untergrund und in den Gefängnissen weltweite Anteilnahme und Solidarität zu zeigen, bittet Open Doors, für sie zu beten.

Gebetsanliegen:

* Beten Sie um Kraft und Bewahrung für die inhaftierten 15 Männer und Frauen.
* Beten Sie für die vielen Christen, die überall im Land gefangen sind. Neben den prekären Haftbedingungen, mangelnder Versorgung mit Essen und Folter, sind sie auch großen Anfechtungen ausgesetzt. Häufig wird ihnen ein Dokument vorgelegt, mit dem sie ihren Glauben verleugnen sollen, um dadurch freizukommen.
* Beten Sie für die Regierung in Eritrea. Möge sich dieses Land öffnen und der Präsident seine Entscheidungen zum Wohle des Volkes treffen.