18. November 2017

Zwei laotische Pastoren „Gefangene des Monats August“

Quelle: idea.de

Die Pastoren Yohan und Wanna. Fotos: PR

Die Pastoren Yohan und Wanna. Fotos: PR

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats August“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea zwei Geistliche aus Laos benannt und zur Unterstützung für sie aufgerufen.

Die Pastoren Wanna und Yohan – nur dieser eine Name ist jeweils bekannt – stammen aus dem Dorf Tonglar in der zentrallaotischen Provinz Khammouan. Sie wurden am 4. Januar 2011 nach Informationen der auf Laos spezialisierten Menschenrechtsorganisation HRWLRF (Human Rights Watch for Lao Religious Freedom) von bewaffneten Polizisten im Nachbardorf Nakoon verhaftet, wo eine Feier in der Weihnachtszeit vorbereitet wurde. Zusammen mit neun weiteren Christen, darunter auch Kindern, wurden Wanna und Yohan auf einem Lastwagen zu einem Gefängnis in der Stadt Takkhet gebracht. Man warf ihnen vor, ein „Geheimtreffen“ veranstaltet zu haben. Acht Gemeindemitglieder kamen am 6. Januar gegen Geldzahlungen frei, ein anderes ein paar Monate später. Wanna und Yohan sind weiter in Haft. Die Behörden haben ihnen die Freilassung angeboten, wenn sie ihrem Glauben abschwören. Pastor Wannas Ehefrau und neun Kinder sind ohne Lebensunterhalt. Er selbst leidet unter körperlicher Schwäche. Die IGFM appelliert an den Staatspräsidenten der Volksrepublik Laos, Choummaly Sayasone, die beiden Geistlichen umgehend freizulassen. Sie seien nur in Haft, weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit praktizierten. Auch müsse für Gesundheit, Sicherheit und Familienzugang der Gefangenen gesorgt werden. Von den rund 6,8 Millionen Einwohnern des südostasiatischen Landes sind 61 Prozent Buddhisten, 31 Prozent Anhänger von Stammesreligionen, 3 Prozent Christen und 1 Prozent Muslime.