19. November 2017

Mörder will hinter Gittern bleiben: Ich bin ein freier Mann – durch Jesus

Quelle: idea.de

David Berkowitz brachte sechs Menschen um: Im Gefängnis wurde er Christ. Foto: Privat

David Berkowitz brachte sechs Menschen um: Im Gefängnis wurde er Christ. Foto: Privat

New York (idea) – Der US-Amerikaner David Berkowitz sitzt wegen sechsfachen Mordes lebenslang im Gefängnis. Nach 34 Jahren hinter Gittern hätte der 58-Jährige jetzt zum sechsten Mal die Möglichkeit, seine Entlassung auf Bewährung zu beantragen, aber Berkowitz lehnt das ab.

Seine Begründung: Er sei bereits ein „freier Mann“, weil er hinter Gittern die Vergebung Gottes durch den Glauben an Jesus Christus erfahren habe. Das teilte er dem Sender Fox News in einem Brief mit. Als Jugendlicher war er nach eigenen Angaben in Okkultismus und Satanismus verwickelt. 1976 und 1977 brachte er binnen 13 Monaten sechs Frauen um; sieben weitere erlitten Schussverletzungen. Berkowitz wurde verhaftet und 1978 zu sechs Mal 25 Jahren Gefängnis verurteilt. 1988 traf er hinter Gittern einen Mitgefangenen namens Rick. Dieser erzählte ihm, dass Gott jedem Menschen durch den Opfertod Jesu Christi am Kreuz vergeben wolle. Rick gab Berkowitz eine Gideon-Ausgabe des Neuen Testaments mit Psalmen. Durch die Lektüre fand der Mehrfach-Mörder zum Glauben an Jesus Christus. Trotz seines veränderten Lebens wurde ihm fünf Mal eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung verweigert. Jetzt möchte er diese Chance auf Freiheit nicht mehr wahrnehmen. Er sei unendlich dankbar für die Vergebung Gottes und fühle sich wirklich als freier Mann. „Ich sage das nicht im Scherz“, unterstreicht Berkowitz.

„Sohn der Hoffnung“

Im New Yorker Gefängnis „Sullivan Correctional Facility“ betätigt er sich als Laien-Seelsorger und hilft insbesondere sehbehinderten sowie blinden Mitgefangenen. Er assistiert dem Gefängnispfarrer bei Gottesdiensten und leitet Bibelstunden. Außerdem verbreitet er seine Bekehrungsgeschichte und das Evangelium über seine Internetseite www.ariseandshine.org. Berkowitz wurde als „Son of Sam“ (Sams Sohn) bekannt, weil er eine entsprechende Notiz an seinen Tatorten hinterließ. Heute bezeichnet er sich als „Son of Hope“ (Sohn der Hoffnung).