19. November 2017

Homo-Aktivisten nehmen Willow-Creek ins Visier

Quelle: idea.de

Chicago (idea) – Homosexuellen-Lobbyisten nehmen die Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington bei Chicago ins Visier. Unter dem Druck einer Online-Petition sagte der Vorstandsvorsitzende der internationalen Kaffee-Kette Starbucks, Howard Schultz (Seattle/US-Bundesstaat Washington), seine Mitwirkung beim Mitte August stattfindenden „Gipfeltreffen für Führungskräfte“ ab.

Nach Angaben des Baptistischen Pressedienstes BP hatte ein von etwa 700 Personen unterstützter Aufruf behauptet, dass die evangelikale Großgemeinde eine „lange anti-schwule Geschichte“ habe. Gleichzeitig wurde zum Starbucks-Boykott aufgerufen, da das internationale Unternehmen stillschweigend anti-homosexuelle Tendenzen dulde. Tatsächlich hatte die Willow-Creek-Gemeinde bis 2009 Beziehungen zur Organisation „Exodus“, die unzufriedene Homosexuelle bei der Abkehr von ihrer sexuellen Orientierung unterstützt. Wie erst Ende Juni bekannt wurde, hat die Gemeinde aber schon vor zwei Jahren ihre Verbindung zu „Exodus“ gekappt.

Hybels: Willow-Creek ist nicht „anti-homosexuell“

Willow-Creek-Gründungspastor Bill Hybels erklärte, man habe Schultz aus seiner Redeverpflichtung entlassen, nachdem man mit ihm über die Petition gesprochen habe. Der Starbucks-Chef habe „derbe“ E-Mails lesen müssen. Hybels rief dazu auf, weiter bei Starbucks einzukehren. Wenn die Organisatoren der Online-Petition die Gemeinde kontaktiert hätten, hätte man ihnen deutlich gemacht, dass „Willow Creek nicht anti-homosexuell ist“, so Hybels. Die Gemeinde sei gegen niemanden. Man prüfe auch nicht die sexuelle Orientgierung an der Kirchentür. Die 36 Jahre alte Willow-Creek-Gemeinde zählt rund 23.000 Besucher. Wegen ihres ganzheitlichen Ansatzes, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, hat sie weltweit Aufsehen erregt. Aus Kongressen und Schulungen ist eine Bewegung entstanden, die mehr als 12.000 Gemeinden in 45 Ländern verbindet.