18. November 2017

Bibel TV zeigt Dokumentation „Entführt in Afghanistan“

Quelle: idea.de

Georg Taubmann (Mitte) kehrte später nach Afghanistan zurück, wo er die Hilfs- und Aufbauprojekte von Shelter Now koordiniert. Foto: PR

Georg Taubmann (Mitte) kehrte später nach Afghanistan zurück, wo er die Hilfs- und Aufbauprojekte von Shelter Now koordiniert. Foto: PR

Hamburg (idea) – Vor genau zehn Jahren wurden in Afghanistan 16 einheimische und acht ausländische Mitarbeiter des Hilfswerks „Shelter Now“ (Zuflucht Jetzt) von den radikal-islamischen Taliban festgenommen.

Darunter waren zwei US-Amerikanerinnen, zwei Australierinnen und vier Deutsche: Georg Taubmann, Margrit Stebner, Silke Dürrkopf und Katrin Jelinek. Sie sollten wegen angeblicher Missionierung vor Gericht gestellt werden. Ihnen drohte nach dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, die Todesstrafe. Nach 102 Tagen kamen die Gefangenen am 15. November 2001 wie durch ein Wunder frei. Während der Militäroperation „Enduring Freedom“ wurden sie von aufständischen Afghanen befreit und von US-Truppen nach Pakistan gebracht. Taubmann kehrte später nach Afghanistan zurück, wo er die Hilfs- und Aufbauprojekte von Shelter Now koordiniert. Der christliche Fernsehsender Bibel TV (Hamburg) strahlt am 4. August im Rahmen eines Themenabends die Dokumentation „Entführt in Afghanistan“ aus, die den Leidensweg der Shelter-Now-Mitarbeiter beschreibt. In der Sendung kommen einige der Entführten selbst zu Wort.

In letzter Sekunde befreit

„Es war alles dramatisch bis zuletzt“, fasst Taubmann seine Erlebnisse zusammen. „Es ist ein absolutes Wunder, dass wir überlebt haben. Wir sind eigentlich auf dem Weg zu unserer Hinrichtung in letzter Sekunde befreit und gerettet worden.“ Nach der Dokumentation zeigt Bibel TV ein Gespräch mit Udo Stolte (Braunschweig), dem Vorsitzenden des deutschen Zweigs von Shelter Now. Die Organisation ist seit 1988 in Afghanistan tätig und dort seit 1992 von den wechselnden Regierungen registriert. Das Hilfswerk baute zunächst mehrere Betonfabriken, in denen vor allem Dachmaterial für den Wiederaufbau von Wohnhäusern hergestellt wird. Für zurückgekehrte Flüchtlinge wurden einige „Dörfer der Hoffnung“ errichtet, ebenso mehrere Schulen, auch für Mädchen. In Kabul wurde eine zerstörte Augenklinik zusammen mit Partnern aufgebaut. Dort hat die Organisation auch ein Zentrum für Gehörlose, in dem Kinder und Erwachsene unterrichtet und für einen Beruf ausgebildet werden. In Nord-Afghanistan betreibt Shelter Now eine Schule für Englisch- und Computerkurse und unterhält Trinkwassergewinnungsprojekte. Die Dokumentation „Entführt in Afghanistan“ wird am 4. August um 20.15 Uhr von Bibel TV ausgestrahlt; um 20.45 Uhr folgt das Gespräch mit Stolte.