22. September 2017

Paare lassen sich mit der Ehe immer mehr Zeit

Quelle: idea.de

Foto: Rolf Handke  / pixelio.de

Foto: Rolf Handke / pixelio.de

Wiesbaden (idea) – Mit dem Heiraten warten deutsche Frauen und Männer immer länger: Sowohl Bräutigam als auch Braut sind heute bei ihrer ersten Hochzeit deutlich älter als noch vor einigen Jahren.

Im Jahr 2009 waren Männer im Durchschnitt 33 Jahre und Frauen 30 Jahre alt, als sie sich zum ersten Mal das Ja-Wort gaben. 1991 hatte das durchschnittliche Heiratsalter lediger Männer noch bei 29 Jahren und das lediger Frauen bei 26 Jahren gelegen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) am 26. Juli mit. Etwas mehr als 50.000 Paare schlossen 2009 der EKD zufolge den Bund fürs Leben nicht nur im Standesamt, sondern auch in einer evangelischen Kirche; damit kamen auf 100 Hochzeiten 13,3 evangelische Trauungen.

Verhältnisse in Ost und West gleichen sich an

Vor rund 40 Jahren gaben sich Paare laut Statistischem Bundesamt noch früher das Jawort. Im Jahr 1970 betrug das durchschnittliche Heiratsalter Lediger im früheren Bundesgebiet bei Männern 26 Jahre und bei Frauen 23 Jahre. Im Gebiet der damaligen DDR waren Männer durchschnittlich 24 Jahre und Frauen 22 Jahre alt. In den vergangenen Jahren hat sich das durchschnittliche Heiratsalter lediger Männer und Frauen im früheren Bundesgebiet und in den neuen Ländern angeglichen: 2009 waren ostdeutsche Heiratswillige jeweils nur ein halbes Jahr älter als Braut und Bräutigam in Westdeutschland.