12. Dezember 2017

Orthodoxer Kirchenmann gegen Diskriminierung von Schwulen-Kritikern

Quelle: agwelt.de

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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(AG WELT) Wie die russische Nachrichtenagentur „RIA Nostovi“ berichtet, habe sich Igumen Filipp, Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Gemeinde in Straßburg und Vertreter des Moskauer Patriarchats beim EU-Parlament, gegen eine rechtliche Verankerung von Sanktionen und Einschränkungen für Personen ausgesprochen, „die gleichgeschlechtliche Eheschließungen nicht als eine Norm anerkennen wollen“.

Internationale Organisationen sollten endlich aufhören, Dokumente anzunehmen, „in denen Menschen, die der Homosexualität gegenüber kritisch eingestellt sind, als homophob und ihre Ansichten als ‚Klischees’ und ‚Vorurteile’ abgestempelt werden“, so der orthodoxe Kirchenmann.

Damit stellt sich Filipp gemeinsam mit Juristen, die sich ebenfalls besorgt über die einseitige Position von Vertretern diverser internationaler Organisationen zeigten, gegen eine Diskriminierung von „Menschen, die Heterosexualität als Norm und Homosexualität als eine Abweichung von der Norm betrachten“.

Gay-Paraden (Homosexuellen-Veranstaltungen) seien, so der Geistliche, „eine öffentliche Show, deren Ziel in der Durchsetzung eines positiven Images der Homosexualität in der Gesellschaft besteht.“ Selbst nachdem sich das Europäische Gericht für Menschenrechte im Oktober 2010 für Gay-Paraden eingesetzt habe, sei Russland nicht verpflichtet, diese zu erlauben. So habe „Deutschland beispielsweise bereits mehrmals erklärt, es werde Beschlüsse des Europäischen Gerichts für Menschenrechte nicht einhalten, die der öffentlichen Ordnung des Staates widersprechen.“

Christentum, Islam, Judaismus und viele andere Religionen „definieren Homosexualität als eine Sünde“, stellte Filipp fest.

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Zitat:

„Ich kann verstehen, akzeptieren und respektieren, dass es Menschen mit anderen sexuellen Tendenzen gibt, aber warum sollten sie stolz sein gay zu sein? Sollen sie auf Paradenwagen fahren und laut protestieren? Wenn alle von uns, welche nicht gay sind, auf der Straße demonstrieren würden … würde der Verkehr in jeder Stadt stillstehen.“

(Königin Sofía von Spanien kritisierte in einem Interview im Oktober 2008 anlässlich ihres 70. Geburtstages Gay-Pride-Paraden und die gleichgeschlechtliche Ehe.)