11. Dezember 2017

Kasachstan: Pastor drohen bis zu zwei Jahre Haft

Quelle: idea.de

Yerzhan Ushanov soll Hypnose angewandt haben, während er für Kranken betete.

Yerzhan Ushanov soll Hypnose angewandt haben, während er für Kranken betete.

Oslo/Taraz (idea) – In Kasachstan drohen einem Pastor nach einem Gebet für einen Kranken bis zu zwei Jahre Haft. Das berichtet der norwegische Online-Dienst „Forum 18“ (Oslo).

Das Nationale Sicherheitskomitee wirft Pastor Yerzhan Ushanov von der evangelischen „Neues Leben“-Gemeinde in Taraz im Süden des Landes vor, den Patienten Aleksandr Kereyev körperlichen Schaden zugefügt zu haben. Der Pastor habe nicht für ihn gebetet, sondern Hypnose angewandt. „Das ist nicht das erste Mal, dass staatliche Behörden solche absurden Anschuldigungen gegen Pastoren vorbringen, die lediglich für kranke Menschen beten“, zitiert „Forum 18“ ein Gemeindemitglied, das aus Furcht vor Repressionen nicht namentlich genannt werden möchte. In anderen Fällen hätten staatliche Behörden von Pastoren schon verlangt, sich eine spezielle Lizenz des Gesundheitsministeriums zu beschaffen, die bescheinigt, dass sie um Heilung für Kranke beten dürfen. In der früheren Sowjetrepublik sind rund 70 Prozent der 15,5 Millionen Einwohner Muslime und 26 Prozent Christen.