22. September 2017

Nürnberg: Kritik am „Spirituellen Zentrum“ der Kirche

Quelle: idea.de

Zum Angebot gehört auch ein Seminar „Zen und Bogenschießen“.

Zum Angebot gehört auch ein Seminar „Zen und Bogenschießen“.

Nürnberg (idea) – Kritik an einem neuen Angebot der evangelischen Kirche in Nürnberg übt die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern.
 

Aus dem bisher befristeten Projekt „Spirituelles Zentrum“ wurde Ende Mai eine dauerhafte Einrichtung mit einem hauptamtlichen Leiter. Kurse, Vorträge und Seminare, sollen helfen, „geistliche Übungswege verschiedener christlicher Traditionen zu entdecken und weiter zu entwickeln“, damit Menschen an Leib und Seele gestärkt werden und dem Leben wach und kreativ begegnen können. Angeboten werden beispielsweise meditative Abendgottesdienste, Exerzitien, kunsthistorische Betrachtungen und Hilfen zur Selbstwahrnehmung. Auf dem Programm der Reihe „Spiritualität für Männer“ steht ein Seminar „Zen und Bogenschießen“ mit dem Zenpriester und Bogenlehrer Michael Österle. Andere Referenten werden als Geistheiler und Visionssucheleiter vorgestellt. Eine Themenreihe befasst sich „mit einem Bewusstseinswandel, der in Mutter Erde und Vater Himmel die religiöse und heilende Dimension neu wahrnimmt“.

Sammlung: Werbung „für allerlei esoterisches Zeug“

Nach Ansicht des Vorsitzenden der Sammlung, Andreas Späth (Ansbach), ist es unverständlich, dass eine kirchliche Einrichtung Werbung mache „für allerlei esoterisches Zeug, das Menschen von Christus wegführt“. Während Gemeindepfarrer durch immer mehr Verwaltungsaufgaben und Kürzungen belastet würden, leiste sich die Kirche Personal und Strukturen, die fremdreligiöse Praktiken unters Volk bringen, sagte Späth gegenüber idea.