20. September 2017

„Focus“: Käßmann künftig als „intellektuelles Aushängeschild“ der SPD?

Quelle: idea.de

Margot Käßmann bestätigt Gespräche mit Parteien. Foto: PR/Monika Lawrenz

Margot Käßmann bestätigt Gespräche mit Parteien. Foto: PR/Monika Lawrenz

Berlin (idea) – Engagiert sich die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann (Berlin) künftig für die SPD? In dieser Partei mehren sich die Stimmen, die die Theologin als „intellektuelles Aushängeschild“ gewinnen möchten.
 

Ein mögliches Arbeitsfeld könne die Integrationspolitik sein. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ zufolge befürworten der SPD-Bundesvorsitzende, Sigmar Gabriel, und die Landesvorsitzenden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Olaf Lies und Ralf Stegner, die Idee. Frau Käßmann habe bestätigt, Gespräche mit Parteien zu führen. Im Januar besuchte sie eine Klausur-Tagung der CSU im bayerischen Wildbad Kreuth, weil, wie sie sagte, ihr der Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft wichtig sei. Ihrer Ansicht nach war es „ein gutes Signal in unserer Demokratie, dass es offenbar über Parteigrenzen hinweg ein Bedürfnis gibt, sich über ethische Positionen und die Zukunftsverantwortung in unserem Land mit Menschen auszutauschen, die einen dezidiert christlichen Standpunkt vertreten.“ Die 53-jährige Käßmann stand von Oktober 2009 bis Februar 2010 an der Spitze der EKD. Nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss gab sie das Amt auf und trat auch als Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zurück.