23. September 2017

Christen, kauft in christlichen Buchläden!

Quelle: idea.de

Über Kinder die Erwachsenen gewinnen: Rund 10 Mal pro Jahr finden in der Buchhandlung des Ludwig-Harms-Hauses in Hermannsburg bei Celle Lesenachmittage für Kinder statt. Foto: PR

Über Kinder die Erwachsenen gewinnen: Rund 10 Mal pro Jahr finden in der Buchhandlung des Ludwig-Harms-Hauses in Hermannsburg bei Celle Lesenachmittage für Kinder statt. Foto: PR

Wetzlar (idea) – Für eine Stärkung des christlichen Buchhandels hat sich die Vereinigung Evangelischer Buchhändler & Verleger (VEB) ausgesprochen. Wenn Buchhandlungen schlössen, würde nicht nur ein Geschäft beendet.
 

Damit gehe viel mehr auch ein missionarisches Aushängeschild, ein Treffpunkt von Christen und oft auch eine „Seelsorgestation“ verloren, hieß es auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Wetzlar. In den letzten Jahren haben zahlreiche evangelische und katholische Buchhandlungen wirtschaftlich nicht überlebt, weil auch immer mehr Christen ihre Bücher im Internet bestellen, so der Medienverband. Dies habe inzwischen dazu geführt, dass selbst in großen Städten nur noch wenige christliche Buchhandlungen existierten. Deshalb will die VEB eine Kampagne für den Erhalt von evangelischen Buchhandlungen starten.

„Bringen Sie Ihr altes Buch, Sie kriegen ein neues“

Auf der Mitgliederversammlung warb der Buchautor und Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Constantin Hoffmann (Leipzig), dafür, dass sich christliche Buchhandlungen für neue Formen öffnen. So könne man Kunden beispielsweise mit einer Aktion wie „Bringen Sie Ihr altes Buch, Sie kriegen ein neues“ gewinnen. Angesichts vieler alleinstehender Christen sollte man sich auch überlegen, ob in Buchhandlungen nicht ein christlicher Singletreffpunkt stattfinden könnte. Buchhandlungen sollten ferner „Leseecken für Kinder“ bieten. In den Schaufenstern sollte stehen: „Kinder herzlich willkommen“, denn über sie erreiche man häufig auch die Eltern. Wie Hoffmann sagte, seien für ihn zur DDR-Zeit Buchhandlungen „Inseln“ im „Roten Meer“ gewesen. Wenn er in eine christliche Buchhandlung gegangen sei, habe er gewusst, dass hinter jedem Ladentisch für ihn ein „Verbündeter“ gestanden habe. So habe er sich sicher und beschützt gefühlt.

„Inseln, die ich gerne betrete“

Christliche Buchhandlungen seien auch heute für ihn noch „Inseln, die er gerne betrete“. Buchhändler sollten das Gefühl verstärken, dass Christen in ihren Läden eine Heimat hätten. Ein weiterer Referent auf der Mitgliederversammlung, der Geschäftsführer von Bibel TV, Henning Röhl (Hamburg), forderte, dass sich die Kirchen mehr für christliche Verlage und speziell auch den evangelischen Buchhandel engagieren sollten. Er sei ein wichtiges Standbein, um Menschen heute mit der christlichen Botschaft zu erreichen. Zur VEB gehören über 50 Verlage, 120 Buchhandlungen, 10 Dienstleister für Verlage und 160 persönliche Mitglieder. Vorsitzender des Dachverbandes ist der Inhaber des Serviceunternehmens „werkdruck edition“, Thomas Hein (Bad Camberg bei Limburg), Geschäftsführerin Renate Nolte (Bielefeld).