18. Oktober 2017

Die Kirchen büßen an Vertrauen ein

Quelle: idea.de

Foto: Flickr/Bert Kaufmann

Foto: Flickr/Bert Kaufmann

Stuttgart (idea) – Die Kirchen und ihre Repräsentanten genießen in Europa im Vergleich zu anderen Institutionen unterdurchschnittliches Vertrauen. Das geht aus einer aktuellen Verbraucheruntersuchung des Magazins „Reader’s Digest“ (Stuttgart) in 16 Ländern hervor.
 

38 Prozent der rund 33.000 Befragten vertrauen den Kirchen; 59 Prozent haben wenig oder kein Zutrauen zu ihnen. Unter 14 Institutionen stehen die Kirchen damit an achter Stelle. Die Ehe führt die Rangliste an: Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) sagen aus, dass sie dem „Bund für’s Leben“ trauen. Am wenigsten vertrauenswürdig sind für die Europäer der Staat (23 Prozent) und die Werbung (14 Prozent).

Größtes Vertrauen in Geistliche in Österreich

Unter 20 Berufsgruppen liegen die Geistlichen im unteren Mittelfeld an 13. Stelle. 39 Prozent vertrauen den Seelsorgern. An der Spitze stehen die Feuerwehrleute (93 Prozent), und das Schlusslicht bilden die Politiker (8 Prozent). Unter den deutschsprachigen Ländern genießen die Geistlichen das größte Vertrauen in Österreich mit 44 Prozent vor der Schweiz (43) und Deutschland (39). Den Kirchen traut in Deutschland etwa jeder Dritte (34 Prozent); im Vorjahr waren es 40 Prozent. Noch stärker sank ihre Vertrauenswürdigkeit bei den Schweizern, nämlich von 43 Prozent auf 34 Prozent. Hingegen verloren die Kirchen in Österreich nur leicht an Ansehen – von 37 Prozent auf 36 Prozent. Die Untersuchung „Reader’s Digest European Trusted Brands“ (Reader’s Digest vertrauenswürdige Marken) wird seit 2001 jährlich durchgeführt und zwar in folgenden Ländern: Belgien, Deutschland, Kroatien, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowenien, Schweden, der Schweiz, Tschechien und Ungarn.