23. Oktober 2017

Die Katastrophen. Und Gott?

Quelle: prochrist.org

Ulrich Parzany - Foto: ProChrist

Ulrich Parzany - Foto: ProChrist

„Politiker, Wirtschaftsleute, Wissenschaftler und Techniker haben uns lange vorgemacht, wir – oder sie – hätten alles im Griff. Nur ruhig! Jetzt sehen wir: Sie und wir haben nichts im Griff.“
 

Nur die neueste Katastrophe bekommt Aufmerksamkeit. Jetzt die Atomkatastrophe, das Erdbeben und der Tsunami in Japan. Im Schatten dessen mordet Gaddafi seine Bevölkerung. Rebellionen brodeln in arabischen Ländern. Der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern scheint unlösbarer als je zuvor. Die Finanzkatastrophe droht. Flüchtlingsströme aus Afrika drängen nach Europa. Iran, Afghanistan, Al-Qaida, Zimbabwe, Kongo, Kaukasus, Christenverfolgungen durch Islamisten. Wir vergessen schnell. Wir hoffen, dass uns die Probleme nicht zu nahe kommen. Die Regierenden sind ratlos. Sie können sich nicht auf Lösungswege einigen.
Was haben Japan, Afrika & Islam mit Gott zu tun?

Hat das alles etwas mit Gott zu tun? Jesus wurde von seinen Schülern gefragt: „Was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“ (Matthäus 24). Er nannte die Signale: Religiöse Verführung, Kriege, Revolutionen, Hungersnöte, Erbeben, Christenverfolgungen, eine extreme Zunahme der Verachtung von Recht und Gerechtigkeit. Wie aktuell! „Seht zu und erschreckt nicht … es ist noch nicht das Ende da“, sagt Jesus. Diese Schrecken seien der Anfang der Geburtswehen der neuen Welt, die Gott schaffen wird. Jesus nennt noch ein Indiz, dass wir auf der Zielgeraden der Geschichte sind: Das Evangelium wird allen Völkern verkündet. Ja, auch das geschieht heute.
Gott (!) sitzt im Regimente …

Jesus erzeugt keine Weltuntergangsdepression, sondern gibt illusionslose Zuversicht. Gott ist im Regiment. Politiker, Wirtschaftsleute, Wissenschaftler und Techniker haben uns lange vorgemacht, wir – oder sie – hätten alles im Griff. Nur ruhig! Jetzt sehen wir: Sie und wir haben nichts im Griff.
… aber wir haben Gott vergessen

Seit 65 Jahren haben wir Frieden und Wohlstand in Deutschland. „Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Umkehr leitet?“ (Römer 2,4). Nein. Wir sind reich und brauchen Gott nicht. Begreifen wir denn nun vielleicht, dass Not und Schrecken Gottes Ruf zur Umkehr sind? Nein, nur ja die aktuellen Ereignisse nicht ideologisieren! „Sie lassen sich nichts sagen und sehen nichts ein, sie tappen dahin im Finstern. Darum wanken die Grundfesten der Erde.“ Das ist der Kommentar der Bibel zur Gottvergessenheit unserer Gesellschaft und unserer Führungselite. Nachzulesen in Psalm 82,5. Jesus war realistisch: „Sie aßen und tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten … Und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin – , so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohnes.“

Die Furcht Gottes ist der Weisheit Anfang. Wir brauchen jetzt Weisheit – bitter nötig.“

Ulrich Parzany

Gebet für Japan am 25. März um 19 Uhr im Wetzlaer Dom
Zu einem „Gebet für Japan“ lädt die Evangelische Allianz und das humedica-Forum Hessen in Wetzlar ein. Pfarrer Ulrich Parzany wird die Andacht halten, die Künstlerin Petra Borel führt mit ihrem Ensemble das Programm „Wohin treibt der Wind?“ auf. Schirmherr ist Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette.