19. November 2017

Überfall auf Bischof: Mutmaßlicher Auftraggeber in Haft

Quelle: idea.de

Der syrisch-orthodoxe Bischof in Deutschland, Julius Hanna Aydin. Foto: idea/Starke

Der syrisch-orthodoxe Bischof in Deutschland, Julius Hanna Aydin. Foto: idea/Starke

Paderborn (idea) – Der mutmaßliche Auftraggeber eines Überfalls auf den syrisch-orthodoxen Bischof in Deutschland, Julius Hanna Aydin (Warburg/Ostwestfalen), befindet sich in Untersuchungshaft.
 

Der 63-jährige Beschuldigte wurde am 22. Februar in Wiesbaden festgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn am 28. Februar gegenüber idea. Angaben zur Identität des Mannes machte er nicht. Nach einem Bericht des Westfalen-Blatts (Bielefeld) handelt es sich um den ehemaligen Vorsitzenden des Diözesanrates der syrisch-orthodoxen Kirche, Aslan K. (63). Er gelte als innerkirchlicher Widersacher des Bischofs. Ihm werden Anstiftung zu schwerem Raub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Bischof war am 15. April 2010 im Kloster Warburg, dem Sitz der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, von drei Männern misshandelt und ausgeraubt worden. Er kam mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die drei mutmaßlichen Täter – zwei sind 23 Jahre und einer 36 Jahre alt – wurden im vergangenen Jahr festgenommen. Es handelt sich um einen Syrer, einen Türken und einen Bundesbürger, der aus Sri Lanka stammt. Sie müssen sich seit dem 18. Februar wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Paderborn verantworten. Wann das Urteil gesprochen wird, steht noch nicht fest.