18. November 2017

„Höhere Gewalt“ bremst atheistische Aktion

Quelle: idea.de

US-Studenten tauschen Bibeln gegen Pornohefte ein. Screenshot: KENS5

US-Studenten tauschen Bibeln gegen Pornohefte ein. Screenshot: KENS5

San Antonio (idea) – Höhere Gewalt hat die atheistische Tauschaktion „Schmutz gegen Schmutz“ in den USA beeinträchtigt. Zum zweiten Mal nach 2010 boten Studenten an der Universität von San Antonio (Bundesstaat Texas) ihren Kommilitonen an, heilige Bücher wie die Bibel, den Koran oder die Thora gegen Pornohefte einzutauschen.
 

Die Atheisten wollen damit ihre Ansicht unterstreichen, dass religiöse Texte ebenso „obszön“ seien wie Pornographie; sie enthielten etwa Schilderungen von Kindermord, Völkermord und Gewalt sowie frauenfeindliche Aussagen. Im vorigen Jahr musste die einwöchige Kampagne wegen der Proteste von Christen teilweise unter Polizeischutz stattfinden; in diesem Jahr wurde sie durch für Texas ungewöhnlich kühles Wetter beeinträchtigt. Heftige Schneefälle und eisige Temperaturen hätten dazu geführt, dass die Aktion am dritten Tag abgebrochen wurde, berichtet das atheistische Internetportal wissenrockt.de (Greifswald). Einige Christen konnten der Kampagne jedoch auch etwas Gutes abgewinnen; immerhin werde so der Glaube zum Gesprächsthema an der Universität. „Ich sehe, dass Gott dies für einen höheren Zweck nutzt“, sagte der Student Alex Liu. Christliche Gruppen verbündeten sich, um gemeinsam für den Glauben einzustehen. Die Universitätsverwaltung hat sich hinter die veranstaltende Gruppe Atheist Agenda gestellt. Ihnen stehe das verfassungsmäßige Grundrecht der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu. Pornohefte würden nur an Erwachsene abgegeben.