19. November 2017

Genesung von Samuel Koch macht kaum Fortschritte

Quelle: idea.de

Vater Christoph Koch über den Gesundheitszustand seines Sohnes Samuel: „Es geht ihm beschissen, richtig beschissen“. Foto: ZDF/Andreas Thelen

Vater Christoph Koch über den Gesundheitszustand seines Sohnes Samuel: „Es geht ihm beschissen, richtig beschissen“. Foto: ZDF/Andreas Thelen

Nürnberg (idea) – Die Genesung von Samuel Koch, der am 4. Dezember in der ZDF-Sendung „Wetten, dass …?“ verunglückt war, macht kaum Fortschritte.
 

Der 23-Jährige, der nach einem Sturz querschnittsgelähmt ist, brauche weiterhin Schmerzmittel, sagte sein Vater, Christoph Koch (Efringen-Kirchen bei Basel), beim Kongress christlicher Führungskräfte am 25. Februar in Nürnberg. Samuel Koch war beim Versuch, ein fahrendes Auto mit Sprungfedern an den Beinen zu überspringen, schwer gestürzt; das Unglücksauto fuhr der Vater. Samuel Koch kann von den Schultern abwärts nichts mehr spüren. Er wird im Paraplegiker-Zentrum im Schweizer Nottwil behandelt. Nach Angaben des Vaters liegt Samuel nachts viel wach und denkt über den Unfall nach: „Dann hat er heftige Zeiten mit Gott, er fragt nach dem Sinn, er will die Nähe Gottes spüren – und er will wieder laufen können.“ Derzeit sei selbst ein kurzes Räuspern für Samuel ein Kraftakt, bei dem er die Hilfe von Pflegern benötige. Koch: „Es geht ihm beschissen, richtig beschissen“.

Bibelworte trösten und helfen

Hilfreich sei für ihn in dieser Situation ein Vers aus Psalm 41: „Und wenn er auf dem Krankenbett liegt, steht der Herr ihm zur Seite und hilft ihm wieder auf.“ Unmittelbar vor seinem Unfall habe Samuel Psalm 23 („Ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir“) gebetet. Er glaube weiter an Samuels Gesundung, auch wenn die medizinischen Prognosen nicht sehr vielversprechend seien, so Christoph Koch. Durch den Unfall habe sich die Familie nicht von Gott entfernt; das Gegenteil sei der Fall. Ihm falle in dieser Situation das Wort aus dem Johannes-Evangelium ein: „Herr, wohin sollten wir sonst gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Er sei sicher, dass der Unfall letztlich einen Sinn habe, auch wenn er diesen jetzt noch nicht erkennen könne: „Wir wissen Samuel in Gottes Hand. Dieses Wissen trägt uns ungemein.“