23. September 2017

Linke lassen Kommunismus auferstehen aus Ruinen

Real existierender Lenin - Foto: watinoma / pixelio.de

Real existierender Lenin - Foto: watinoma / pixelio.de

K O M M E N T A R
 

von Thomas Schneider

Nun hat der ganze Schwindel mit dem „Demokratischen Sozialismus“ endlich ein Ende gefunden. Die Linke-Chefin lässt die Katze aus dem Sack. Nach dem Willen von Gesine Lötzsch soll der Kommunismus wieder auferstehen aus Ruinen und als programmatisches Ziel durchgefochten werden.

Wer von der Linken Reue zu den Verbrechen der kommunistischen Gewaltherrschaft erwartet, die im Namen der marxistisch-leninistischen Ideologie begangen wurden, wartet vergeblich. Der Wille zum Sieg über die demokratischen Strukturen macht die Linke mobil. Sie wittert im deutschen Osten und unter westlichen Linksradikalen Morgenluft.

Das marxistische Blatt „Junge Welt“ hat die Lötzsch-These aufgesogen wie ein ausgetrockneter Schwamm. Endlich ist es so weit. Es lohnt sich wieder für die kommunistischen Ideale zu kämpfen. Jedermann kann den Vorabdruck der Rede lesen, die Lötzsch zum Kongress „Wo bitte geht`s zum Kommunismus?“ am 8. Januar in Berlin halten will. Lötzsch schreibt:

„Angenommen, der Euro geht als Währung in den nächsten zwei Jahren unter, die Europäische Union zerbricht, die USA kommen nicht aus der Wirtschaftskrise und fallen bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in die Hände von radikal-fundamentalistischen Christen. Das Klima verändert sich dramatisch, der Golfstrom kühlt ab, die Flüchtlingsströme überrennen die »Festung Europa«, und wir werden gefragt, ob wir für diesen verworrenen Problemhaufen eine Lösung haben. Wer behauptet, daß er für dieses Szenario eine Strategie in der Schublade hat, der ist ein Hochstapler. Was wir anbieten können sollten, ist eine Methode für den Umgang mit solchen Problemhaufen.“

So unterstreicht Lötzsch als eine der beiden Vorsitzenden der Links-Partei und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag die „revolutionäre Realpolitik“ von Rosa Luxemburg:

„So soll die Machteroberung nicht eine einmalige, sondern eine fortschreitende sein, indem wir uns hineinpressen in den bürgerlichen Staat, bis wir alle Positionen besitzen und sie mit Zähnen und Nägeln verteidigen.“

Lötzsch will Luxemburgs Thesen beleben und bekennt, dass sie „für die Partei Die Linke eine der wichtigsten Bezugspersonen in der Geschichte der Arbeiterbewegung“ ist.

Im Wissen um die breite Blutspur, die der Kommunismus hinterlassen hat, stellt sich Lötzsch mit ihrem politischen Ziel gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands. Ungeachtet der Opfer in sowjetischen, koreanischen oder chinesischen Konzentrationslagern forciert die Linke den Bau einer diktatorischen Gesellschaft, die Terror und Gewalt nicht lange auf sich warten lässt.

Wann wird der Verfassungsschutz endlich erkennen, dass die Partei „Die Linke“ die eigentliche große Gefahr für Deutschland ist? Wer die Lehren von Marx, Engels und Lenin als lohnende Herausforderung für eine neue Gesellschaftsordnung propagiert, muss mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln zum Schweigen gebracht werden. Bürger, die dem Kommunismus-Programm von Lötzsch & Co zustimmen, sollten Deutschland besser verlassen und ihre ideologische Spielwiese in einem Inselstaat in der Karibik aufbauen. Die Kommunistische Partei Kubas sucht dort noch ein paar Verpeilte von vorgestern.

Hinweis in eigener Sache: Es handelt sich um einen privaten Kommentar des Kommunalpolitikers Thomas Schneider und nicht um einen Kommentar von idea.