22. September 2017

Weist die Bibel auf Wikileaks hin?

Quelle: idea.de

Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: Wikipedia/Espen Moe

Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: Wikipedia/Espen Moe

Washington (idea) – Ist in der Bibel ein Hinweis auf die Wikileaks-Enthüllungen zu finden? Das Internetportal veröffentlichte am 28. November rund 250.000 geheime US-Berichte über zahlreiche Regierungen in aller Welt. Dies löste diplomatische Verwicklungen aus.
 

Im Lukas-Evangelium (Kapitel 12, Vers 2-3) steht das Jesus-Wort: „Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts heimlich, was man nicht wissen wird. Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was ihr hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern ausrufen.“ US-Bestsellerautor Joel C. Rosenberg (Washington), der sich mit Romanen über Terrorismus und biblische Prophetie einen Namen gemacht hat, wurde nach eigenen Angaben bei einer Vortragsreise mit der Frage konfrontiert, ob die Stelle im Lukas-Evangelium auf Wikileaks hinweise. Er habe dies zunächst für „kurios“ gehalten, so Rosenberg. Für ihn sei das Vorgehen von Wikileaks-Gründer Julian Assange „gewissenlos“, wenn nicht gar kriminell. Wikileaks habe die Staatssicherheit der USA gefährdet.

Internet: Nichts bleibt verborgen

Doch stecke hinter dem Jesus-Wort tatsächlich mehr. So komme heutzutage immer mehr ans Licht, was früher verborgen geblieben sei. Dazu trügen nicht nur Enthüllungsjournalisten bei, sondern auch „ungezählte Blogger, YouTuber, Facebooker und Twitterer“, die über das Internet verbreiten, was sie sehen und hören. Es werde deshalb immer unwahrscheinlicher, dass private Geheimnisse unter der Decke bleiben. „Sollte uns das nicht anreizen, ein heiliges und reines Leben zu führen?“ fragt Rosenberg. Wer etwas tue, was andere nicht wissen dürften, der betrüge sich selbst.

Gott will nicht richten, sondern retten

Die Bibelstelle weise aber auch darauf hin, dass vor Gott nichts verborgen bleibe. Die Heilige Schrift lehre, dass jedes Unrecht, das ein Mensch tue, beim Jüngsten Gericht ans Licht komme, sofern man nicht zuvor dafür Vergebung erlangt habe. Verfehlungen würden nicht nur aufgedeckt, sondern der Mensch müsse sich auch dafür vor Gott verantworten. Die gute Nachricht sei, dass Gott die Menschen unendlich liebe und sie nicht richten, sondern erretten wolle. Wer seine Sünde bekenne und bereue und Jesus Christus als persönlichen Heiland annehme, den nehme Gott in seine Familie auf und gebe ihm wahres Leben. Rosenberg wuchs in einer säkularen jüdischen Familie auf. Mit 17 Jahren erlebte er eine geistliche Wiedergeburt. Er sieht sich heute als einen Juden, der an den Messias Jesus glaubt.