14. Dezember 2017

Was hat Weihnachten mit Glauben zu tun?

Quelle: idea.de

Für die wenigsten Briten hat das Christfest religiöse Bedeutung. Foto: pixelio.de/Riessado

Für die wenigsten Briten hat das Christfest religiöse Bedeutung. Foto: pixelio.de/Riessado

London (idea) – Weihnachten hat für die meisten Briten keine besondere religiöse Bedeutung. Der christliche Inhalt ist nur für jeden zehnten Erwachsenen der wichtigste Aspekt des Festes der Geburt Jesu Christi.
 

Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Kinderhilfswerks Children’s Society (London) hervor. Vor allem die junge Generation sieht kaum noch einen religiösen Sinn in Weihnachten. Für fünf Prozent der 25- bis 34-Jährigen spielt der Glaube noch eine wichtige Rolle bei dem Fest; bei den über 60-Jährigen sind es 20 Prozent. 90 Prozent der Befragten klagen aber auch darüber, dass Weihnachten zu kommerzialisiert sei. Wie die Londoner Zeitung Times weiter berichtet, hat Erzbischof George Carey, früheres geistliches Oberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, eine Kampagne zur Verteidigung des Christentums in Großbritannien gestartet. Das christliche Erbe sei die Grundlage für die Toleranz und Offenheit der Gesellschaft. Das sei aber vielfach in Vergessenheit geraten. Statt dessen werde der christliche Glaube angegriffen und an den Rand gedrängt. Der 75-jährige evangelikal orientierte Kirchenmann amtierte von 1991 bis 2002 „Erzbischof von Canterbury“.

Skepsis: Lebte Gottes Sohn wirklich auf Erden?

Auch in Deutschland trifft die Botschaft von Jesus zunehmend auf Skepsis. Mehr als jeder vierte Deutsche (28 Prozent) glaubt nicht, dass Jesus als Gottes Sohn auf Erden gelebt hat. Auch jeder fünfte Protestant (20 Prozent) und jeder siebte Katholik (14 Prozent) hegt zumindest starke Zweifel daran. Das ergab eine repräsentative Umfrage für das Wissensmagazin P.M. Perspektive (München). Rund ein Drittel (36 Prozent) der Befragten ist sich sicher, dass Jesus als Sohn Gottes auf Erden lebte. Jeder Vierte (26 Prozent) hält es „vielleicht“ für möglich.