11. Dezember 2017

Internationale Prominenz auf dem kommenden Kirchentag

Quelle: idea.de

Politiker aus Polen, Lettland und Großbritannien unter den Hauptreferenten. Zwei Frauen sprechen zum Abschluss.

Politiker aus Polen, Lettland und Großbritannien unter den Hauptreferenten. Zwei Frauen sprechen zum Abschluss.

Fulda (idea) – Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat die ersten Hauptreferenten für das Protestantentreffen vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden bekanntgegeben.
 

Zu ihnen gehören der Präsident des Europäischen Parlaments, der Pole Jerzy Buzek (70), die ehemalige lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga (73), der 1938 in die USA emigrierte Historiker Fritz Stern (84) und der designierte britische Handelsminister Stephen Green (62). Die Beteiligung von Buzek und Vike-Freyberga zeige, dass Mittel- und Osteuropa ein gewichtiger Themenschwerpunkt des Kirchentags werde, teilte die Pressestelle am 6. Dezember in Fulda mit. „Markt und Moral“ werde das Thema des ordinierten anglikanischen Theologen Green sein, der vor seiner Berufung in die britische Regierung Vorstandsmitglied einer Londoner Großbank war. Zahlreiche Prominente aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft werden Bibelarbeiten halten. Darunter sind der Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (CSU), der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner (SPD), die ehemalige Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos), der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, und der Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Zu den Theologen, die biblische Texte auslegen werden, zählen die ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann und Wolfgang Huber (beide Berlin), Prof. Eberhard Jüngel (Tübingen), Friedrich Schorlemmer (Wittenberg), Prof. Fulbert Steffensky (Hamburg) und Jörg Zink (Stuttgart) sowie der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg).

Zwei Frauen sprechen zum Abschluss

Im Schlussgottesdienst wird Pfarrerin Ulrike Trautwein (Frankfurt am Main) predigen. Damit werde neben der Rede von Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) auch der zweite wichtige Wortbeitrag der Feier auf den Elbwiesen von einer Frau galten, heißt es in der Mitteilung. Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär (Fulda) erklärte, das Protestantentreffen sei nicht allein ein großes Fest des Glaubens: „Er bleibt ein herausragendes Forum des zivilgesellschaftlichen Dialogs und des internationalen Austauschs, ein großes Netzwerk bürgerschaftlichen, christlichen Engagements, einmalig in Deutschland und weltweit.“ Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden steht unter der biblischen Losung „… da wird auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,21). Beim vergangenen Protestantentreffen 2009 in Bremen wurden knapp 100.000 Dauerteilnehmer gezählt. Beim Ökumenischen Kirchentag im vergangenen Jahr in München waren es über 130.000.