14. Dezember 2017

Christen des Jahres 2010: Die verfolgte Christin des Jahres

Quelle: idea.de

Die pakistanische Christin Asia Bibi wurde zum Tode verurteilt. Foto: PR

Die pakistanische Christin Asia Bibi wurde zum Tode verurteilt. Foto: PR

Wer hat im Jahr 2010 couragiert und überzeugend seinen christlichen Glauben gelebt? Es dürften viele sein! Die idea-Redaktion hat einige von ihnen ausgewählt und stellt sie in Kurzporträts vor. Heute: Die verfolgte Christin des Jahres, die pakistanische Christin Asia Bibi.
 

Nichtiger Anlass mit todbringenden Folgen: Weil sie muslimischen Feldarbeiterinnen einen kühlen Trunk reichte, soll die pakistanische Christin Asia Bibi sterben. Die in einer Obstplantage beschäftigte Tagelöhnerin war am 19. Juni 2009 im Dorf Itanwali verhaftet worden. Die 45-Jährige hatte angeblich den Islam beleidigt. Was war passiert? Bibi hatte auf Geheiß eines Landwirts Wasser für die Feldarbeiterinnen geschöpft. Sie weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß von einer Christin berührt und damit „unrein“ geworden sei. Aufgebrachte Muslime schleppten sie zu einer Moschee. Dort sollte sie ihrem Glauben abschwören. Als sie sich weigerte, wurde sie vergewaltigt und dann der Polizei übergeben. Am 8. November 2010 verurteilte sie das Oberste Gericht in Lahore aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode. Ein Imam hat eine Kopfprämie von umgerechnet 4.870 Euro für ihre Tötung ausgesetzt. Bereits im Oktober 2009 hatten die IGFM und idea Bibi als „Gefangene des Monats“ benannt und zur Unterstützung für sie aufgerufen. Gebete sind nötiger denn je. (Wolfgang Polzer)