23. September 2017

Auf einem Dorf in der DDR

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Auf einem Dorf in der DDR. Ein Pfarrer wird zum Sterbebett eines Mannes gebeten, der ihm als tiefgläubiges Gemeindemitglied bekannt ist. Als er gerade in dessen Haus eintreten will, kommt ihm der SED-Parteisekretär entgegen. Hämisch grinsend sagt der:
 

„Wegen Paul brauchst du dich nicht zu bemühen, der ist gerade in die Partei eingetreten.“ Der Pfarrer ist zuerst sprachlos, dann stürmt er jedoch in Pauls Sterbezimmer. „Paul, wie konntest du das tun? Wenige Minuten, bevor Du vor des Herrn Thron trittst, verlässt Du unsere Herde!?“ Auf dem Gesicht des Sterbenden erscheint ein hintergründiges Lächeln: „Ach, wissen Sie, Herr Pfarrer, wenn schon einer sterben muss, dann soll es wenigstens jemand von den Halunken sein!“

Ärgerlich fragt der Pfarrer den SED-Bonzen: „Was ist der Unterschied zwischen einer Fuhre Langholz und dem Sozialismus?“ Der Parteinik zuckt mit den Schultern. Darauf der Pfarrer: „Bei der Fuhre Langholz kommt zuerst das dicke Ende und dann die rote Fahne!“