22. November 2017

Neues Internetportal informiert über Spielsucht

Quelle: idea.de

Das Angebot richtet sich sowohl an Verantwortliche in Jugendarbeit, Schulen und Behörden als auch an Betroffene selbst. Foto: pixelio hofschlaeger

Das Angebot richtet sich sowohl an Verantwortliche in Jugendarbeit, Schulen und Behörden als auch an Betroffene selbst. Foto: pixelio hofschlaeger

Saarbrücken (idea) – Bis zu 300.000 Menschen in Deutschland gelten als spielsüchtig: Um auf die Risiken des Glücksspiels aufmerksam zu machen, haben das Diakonische Werk an der Saar und der dortige Caritasverband ein Internetportal gestartet: www.gluecksspielsucht-saar.de.
 

Das Angebot richtet sich sowohl an Verantwortliche in Jugendarbeit, Schulen und Behörden als auch an Betroffene selbst, sagte der Diplom-Pädagoge Winfried Blum vom Diakonischen Werk an der Saar gegenüber idea. Das Portal informiert über Glücksspielarten und deren Risiken, zeigt Vorbeugungsmöglichkeiten auf und weist den Weg zu Hilfsangeboten im Saarland. Laut Blum wurde das hohe Suchtpotential von Automaten in Spielhallen und Gaststätten lange Zeit nicht erkannt. Aber auch die klassische Lotterie könne über Systemwettscheine und ähnliche Angebote dazu führen, dass Teilnehmer große Summen verspielen. Für junge Menschen seien zudem die Wettangebote im Internet eine große Gefahr: Das Glücksspielverbot für Minderjährige lasse sich dort leicht umgehen. Die Sucht beginne oft im Alter von 16 oder 17 Jahren und zeige ihre vollen Auswirkungen, wenn der Betroffene 30 Jahre oder älter sei. Seit September 2009 tragen Diakonie und Caritas gemeinsam die Landesfachstelle Glücksspielsucht Saarland, die auf der Grundlage eines Landesgesetzes von den staatlichen Anbietern des Glücksspiels finanziert wird.