22. November 2017

Nach Schwulen-Protesten: Apple entfernt christliches Angebot

Quelle: idea.de

Applikation `Manhattan Declaration` kann nicht mehr heruntergeladen werden. Screenshot: PR

Applikation `Manhattan Declaration` kann nicht mehr heruntergeladen werden. Screenshot: PR

Cupertino (idea) – Nach Protesten von Schwulen- und Lesbenverbänden vor allem in den USA hat der Technologiekonzern Apple (Cupertino/Kalifornien) eine umstrittene Applikation (Minianwendung zum Beispiel für das Handy iPhone) gelöscht.
 

Das ergaben Recherchen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Mitte Oktober hatte Apple die Applikation „Manhattan Declaration“ (Manhattan Erklärung) freigeschaltet und mit der niedrigsten Alterseinstufung versehen. In der Erklärung rufen Protestanten, Katholiken und orthodoxe Kirchenmitglieder dazu auf, sich für die Unverletzlichkeit ungeborenen Lebens, der Ehe von Mann und Frau sowie der freien Religionsausübung einzusetzen. Das Manifest wurde vor einem Jahr veröffentlicht, nachdem es rund 150 christliche Führungspersonen in den USA unterschrieben hatten. Mittlerweile haben sich ihnen rund 500.000 Unterzeichner angeschlossen. Die Applikation enthielt neben dem kompletten Text der Erklärung eine Umfrage, bei der es unter anderem darum ging, ob man gleichgeschlechtliche Beziehungen oder das Recht auf Abtreibung unterstützt. Antwortete man mit Ja, wurde dies als „falsch“ bewertet. Da gegen protestierten Schwulen- und Lesbenverbände. Sie werfen Apple ferner vor, dass der Konzern keine einheitlichen und verlässlichen Richtlinien anwende. So seien auch Anwendungen gesperrt worden, die das Wort „gay“ (schwul) enthielten.