20. August 2017

Gebet und politische Solidarität für Verfolgte

Quelle: idea.de

Thoma Rachel dankt Evangelischer Allianz für Gebetstag. Foto:CDU

Thoma Rachel dankt Evangelischer Allianz für Gebetstag. Foto:CDU

Berlin (idea) – Für den Einsatz für verfolgte und diskriminierte Christen hat der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) der Evangelischen Allianz gedankt.
 
Vor dem Hintergrund gezielter Anschläge auf Christen im Irak werde die Dringlichkeit dieses Engagements besonders deutlich, erklärt der EAK-Bundesvorsitzende, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (Berlin). Anlass ist der von der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) ausgerufene Gebetstag für verfolgte Christen, der im November begangen wird – in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 14. November. Wie Rachel schreibt, brauchten die bedrängten Christen sowohl Fürbitte wie auch dauerhafte und aktive politische Solidarität. Insbesondere in vielen muslimisch geprägten Ländern sei der elementare Schutz der Menschenwürde und der religiösen Minderheiten nicht oder nur unzureichend gewährleistet. Auch für den interreligiösen Dialog wäre es ein großer Erfolg, wenn jede Form der Unterdrückung, Diskriminierung und Verfolgung aus Glaubensgründen überall glaubwürdig und überzeugend geächtet würde, so Rachel. Menschenrechtsexperten schätzen, dass rund 200 Millionen Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. Besonders schlimm sei die Unterdrückung in Nigeria, Nordkorea, im Iran und in Ägypten. Nach Angaben des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), betrachten viele diktatorische Systeme christliche Gemeinden als Störfaktor. Christen, die im Wohlstand und in der Freiheit lebten, hätten „eine besondere Verpflichtung, für die Verfolgten zu beten“. Nach Schätzungen der WEA beteiligten sich in den vergangenen Jahren jeweils rund 60.000 christliche Gemeinden in mehr als 100 Ländern an dem Gebetstag .