20. August 2017

Das Evangelium unter Juden mutig verkündigen

Quelle: idea.de

Evangelikale Konferenz in Krakau: Allen Formen des Antisemitismus widerstehen. Foto: wikipedia

Evangelikale Konferenz in Krakau: Allen Formen des Antisemitismus widerstehen. Foto: wikipedia

Krakau (idea) – Für eine „mutige Verkündigung des Evangeliums unter Juden“ haben sich die Teilnehmer einer evangelikalen Konferenz im polnischen Krakau ausgesprochen.
 

An dem Treffen nahmen Mitte November 84 Repräsentanten judenfreundlicher Organisationen aus 18 europäischen Ländern und Israel teil. Organisator war die Lausanner Konsultation über Evangelisation unter Juden (LCJE). Aus Deutschland vertreten waren der Evangeliumsdienst für Israel (Ostfildern bei Stuttgart), die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (Lörrach), Beit Sar Shalom (Berlin) und das Missionswerk „Juden für Jesus“ (Essen). Das Schlussdokument enthält die Verpflichtung, „sich stärker als je zuvor allen Formen des Antisemitismus zu widersetzen“. Zugleich erklären die Teilnehmer, dass Jesus Christus der Erlöser Israels und der Glaube an ihn für Juden und Heiden der einzige Weg zu Gott sei. An die europäischen Kirchen wird die Erwartung gerichtet, „sich des Evangeliums des Messias nicht zu schämen, sondern es mutig als errettende Kraft Gottes für Juden und Heiden zu verkündigen“. Zugleich stellen die Teilnehmer ein neues Interesse der Kirchen in Osteuropa fest, das jüdische Volk mit dem Evangelium zu erreichen. Bekennende Christen werden aufgefordert, antisemitischen Tendenzen auch in ihren eigenen Reihen zu widersprechen. Europäischer Koordinator der Konsultation ist der französische Pastor Jean-Paul Rempp (Lyon).