21. November 2017

USA: Empörung über gekreuzigten Frosch

Quelle: idea.de

Katholiken protestieren gegen Werk des deutschen Künstlers Martin Kippenberger. Screenshot: YouTube/Bayerischer Rundfunk

Katholiken protestieren gegen Werk des deutschen Künstlers Martin Kippenberger. Screenshot: YouTube/Bayerischer Rundfunk

New York (idea) – Ein gekreuzigter Frosch sorgt für Empörung unter US-Katholiken. Das Auktionshaus Sotheby’s stellt seit 30. September in einer New Yorker Ausstellung rund 80 Kunstwerke aus, die im Zusammenhang mit der Göttlichen Komödie des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265-1321) stehen.
 

Darunter befindet sich das Werk „Zuerst die Füße“ des deutschen Künstlers Martin Kippenberger (1953-1997). Es zeigt einen ans Kreuz geschlagenen grünen Frosch mit einem Bierkrug und einem Ei. Bill Donohue (New York), Präsident der Katholischen Liga, protestiert gegen das Werk; es sei „entwürdigend, beleidigend und grob anstößig“. Sotheby’s sei Christen eine Erklärung für den Angriff auf ihre religiösen Gefühle schuldig. Auch Papst Benedikt XVI. hat schon Kippenbergers Werk kritisiert. Als es im Jahr 2008 in Südtirol ausgestellt wurde, wandte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche an den Präsidenten des Regionalrats, Franz Pahl (Bozen). Der gekreuzigte Frosch verletze die Gefühle vieler Menschen, „die im Kreuz das Symbol der Liebe Gottes und unserer Erlösung sehen“, schrieb der Papst. Pahl trat aus Protest gegen das Kunstwerk in einen neuntägigen Hungerstreik, wie der österreichische Informationsdienst Kath.net (Linz) berichtet. Die New Yorker Ausstellung zu der auch Werke des spanischen Surrealisten Salvador Dali (1904-1989) gehören, schließt am 19. Oktober.