19. November 2017

P.I.N.K hilft beim Ausstieg aus der Prostitution

Quelle: idea.de

P.I.N.K. ist ein Modellprojekt von Bundesregierung und Diakonie in Freiburg.

P.I.N.K. ist ein Modellprojekt von Bundesregierung und Diakonie in Freiburg.

Freiburg (idea) – Einen „neuen Blick und Zugang zur Lebensrealität von Prostituierten“ will ein Modellprojekt der Bundesregierung ermöglichen.
 

Dazu hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammen mit der Diakonie in Südbaden die Einrichtung P.I.N.K in Freiburg aufgebaut, die Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution unterstützen soll. Die Abkürzung steht für Prostitution, Integration, Neustart und KnowHow. Nach Angaben der Projektleiterin, Angelika Hägele, stehen viele Prostituierte, die ein neues Leben beginnen wollen, vor großen Schwierigkeiten. „Sobald sie aber bei einer Bewerbung sagen, was sie bisher gemacht haben, befinden sie sich im Abseits“, berichtete Frau Hägele bei der Einweihung der Einrichtung am 22. Oktober. Die drei Mitarbeiterinnen von P.I.N.K helfen Prostituierten bei Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und beim Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt. Dabei würden insbesondere Erfahrungen bei der Lebensbewältigung herausgestellt. Außerdem sollen Vorurteile in der Gesellschaft abgebaut und der Stigmatisierung von Prostituierten entgegentreten werden.