19. November 2017

Missionsfeld Großstadt: Immer mehr Menschen in Ballungszentren

Quelle: idea.de

Der Gründer und Leiter der presbyterianischen Erlöser-Gemeinde in Manhattan, Tim Keller.

Der Gründer und Leiter der presbyterianischen Erlöser-Gemeinde in Manhattan, Tim Keller.

Kapstadt (idea) – Großstädte sollten bei evangelistischen Bemühungen von Christen besonders berücksichtigt werden. Dafür plädiert der Gründer und Leiter der (reformierten) presbyterianischen Erlöser-Gemeinde im New Yorker Stadtteil Manhattan, Tim Keller.
 

Großstädte gewönnen immer mehr Bedeutung, sagte er am 20. Oktober beim 3. Lausanner Kongress für Weltevangelisation im südafrikanischen Kapstadt. Lebten vor 100 Jahren knapp drei Prozent der Weltbevölkerung in Städten, so seien es heute mehr 50 Prozent – Tendenz steigend. Jeden Monat zögen weltweit vier Millionen Menschen vom Land in Großstädte. Es entstünden immer mehr Mega-Citys mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. „Wenn wir Jesus möglichst vielen Menschen bekannt machen wollen, müssen wir also in die Städte gehen“, so Keller. Vor allem Jüngere zögen aus beruflichen Gründen und wegen der kulturellen Angebote in die großen Städte. Aber auch Arme und Ausgegrenzte erreiche man in Ballungszentren eher als auf dem Land, so Keller. Man treffe zudem auf Menschen aus allen Teilen der Welt. Das stelle eine Gemeinde vor besondere Herausforderungen. So müsse sie viel Geduld im Umgang mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen der Menschen aufbringen. Die Erlöser-Gemeinde in Manhattan zählt zu den 25 einflussreichsten Gemeinden in den USA. Durch ihr Programm „Von Stadt zu Stadt“ (City to City) sind weltweit mehr als 100 Gemeinden in Großstädten gegründet worden.