19. November 2017

Malawi: Muslime zerreißen Bibeln

Quelle: idea.de

Empörung über Verbreitung von Gideon-Bibeln.

Empörung über Verbreitung von Gideon-Bibeln.

Blantyre (idea) – Im südostafrikanischen Malawi haben einige muslimische Eltern Bibeln zerrissen, die vom Gideonbund an Schüler verschenkt wurden.
 

Die internationale Vereinigung ist vor allem durch ihre Hotelbibeln bekannt. Wie die ökumenische Nachrichtenagentur ENI berichtet, ereignete sich der Vorfall Anfang Oktober in der überwiegend von Muslimen bewohnten Ortschaft Mangochi, etwa 200 Kilometer südlich der 585.000 Einwohner zählenden Stadt Blantyre. Die Aktion sei in Zusammenarbeit mit der Bibelgesellschaft Malawis durchgeführt worden. Das Komitee für öffentliche Angelegenheiten (PAC), eine interreligiöse Organisation, habe die Entweihung der Heiligen Schrift verurteilt, teilte deren Vorsitzender, Pfarrer MacDonald Kadawati, der Zeitung „Nation“ (Blantyre) am 7. Oktober mit. Man müsse, so PAC, die Anhänger jeglicher Religion dazu anleiten, die heiligen Bücher zu respektieren. Der Generalsekretär der Muslimischen Vereinigung Malawis, Imran Sharif, erklärte, es handele sich um eine Einzelaktion von Fanatikern. Etwa 80 Prozent der 14 Millionen Einwohner Malawis bekennen sich zum Christentum, 12 Prozent zum Islam. Die übrigen sind Anhänger von Naturreligionen oder Atheisten.