22. November 2017

Darf Evangelisation nichts kosten außer Geld?

Quelle: idea.de

Der englische Evangelist und Apologet Michael Ramsden. Foto: RZIM

Der englische Evangelist und Apologet Michael Ramsden. Foto: RZIM

Kapstadt (idea) – Viele Christen betreiben Mission und Evangelisation halbherzig. Das beobachtet der englische Evangelist und Apologet Michael Ramsden (Oxford).
 

Wie er beim 3. Lausanner Kongress für Weltevangelisation am 20. Oktober in Kapstadt (Südafrika) sagte, suchten sie in erster Linie nach Modellen, „die sie nichts kosten außer Geld“. Der Völkerapostel Paulus aber, auf den sich Christen gern bezögen, habe sein Leben gegeben um der Verkündigung des Evangeliums willen. Vor allem in der westlichen Welt sollten sich Christen mitunter fragen, ob sie noch für das biblische Evangelium stehen, das auch Opfer fordere, oder ob sie sich mit einem „Wohlfühlevangelium“ zufrieden gäben. Ramsden ist in Saudi-Arabien aufgewachsen. Wie er sagte, gebe es keine „verschlossenen“ Länder für die christliche Botschaft, sondern „nur solche, in die wir nicht bereit sind zu gehen“. Die Lausanner Bewegung für Weltevangelisation versteht sich als Netzwerk missionarisch gesinnter Christen und als Katalysator für die Weltmission. An dem Kongress, der am 24. Oktober in Kapstadt zu Ende geht, nehmen mehr als 4.000 Christen aus 197 Ländern teil. Es setzt die Reihe der ersten beiden Kongresse von 1974 in Lausanne (Schweiz) und 1989 in Manila (Philippinen) fort.