19. November 2017

58,4 Prozent wollen Islam in Deutschland einschränken

Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

(TS) Nach einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vertritt etwa ein Drittel der Bevölkerung die Meinung, Ausländer kämen um den Sozialstaat auszunutzen. Zudem würden sie Deutschland „in gefährlichem Maß überfremden“.
 

Der Aussage „Für Muslime in Deutschland sollte die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden“ schließen sich 58,4 Prozent der Bevölkerung an.

Der Wunsch nach einer Führerpersönlichkeit

Jeder Zehnte wünscht sich einen „Führer“, der „Deutschland zum Wohle aller mit harter Hand regiert“. Jeder Vierte wünscht sich laut der Umfrage eine „starke Partei“, die die „Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“.

In der Mitte der Gesellschaft

Die Autoren der Studie „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ bewerten die Ergebnisse als „Alarmsignal für Politik und Gesellschaft“. „Rechtsextreme Einstellungen“ seien „in der Mitte der Gesellschaft“ anzutreffen, bei Frauen wie Männern, in allen Altersklassen, bei Befürwortern demokratischer Parteien, Gewerkschaftsmitgliedern und Kirchenangehörigen. Befragt wurden über 2.400 Menschen im Alter von 14 bis 90 Jahren.

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