11. Dezember 2017

Unionsfraktionschef Kauder erhält christlichen Medienpreis

Quelle: idea.de

Medienverbund KEP verleiht „Goldenen Kompass“ für glaubhaftes Christsein.

Medienverbund KEP verleiht „Goldenen Kompass“ für glaubhaftes Christsein.

Berlin (idea) – Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (Berlin), der evangelikale Medienpionier Horst Marquardt (Wetzlar), die Journalisten Ralf Fischer (Eichstätt) und Tobias Kurfer sowie der Drehbuchautor Torsten Näter (beide Berlin) sind am 29. September in Berlin mit dem Medienpreis „Goldener Kompass“ geehrt worden.
 

Er wird vom Christlichen Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) Personen verliehen, die sich für glaubhaft dargestelltes Christsein in den Medien engagiert haben. Kauder habe mit Gastkommentaren in den Zeitungen „Welt am Sonntag“ und „Bild am Sonntag“ sowie durch Redebeiträge im Bundestag das Thema Christenverfolgung auf die politische und publizistische Tagesordnung gesetzt, so die KEP. Er nutze seinen Einfluss als Politiker, um sich für Minderheiten, Religionsfreiheit und verfolgte Christen einzusetzen, erklärte Laudator Richard Howell (Neu Delhi). Der Generalsekretär der Asiatischen und der Indischen Evangelischen Allianz fügte hinzu, man könne davon ausgehen, dass etwa 200 Millionen Menschen in mehr als 60 Ländern verfolgt oder bedrängt würden, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen.

„Nestor der evangelikalen Publizistik“

Bei dem Empfang mit mehr als 150 geladenen Gästen in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt wurde Marquardt für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 81-jährige evangelisch-methodistische Pastor war von 1960 an maßgeblich am Aufbau des Evangeliums-Rundfunks (heute ERF Medien) beteiligt, den er bis 1993 leitete. Außerdem arbeitete er bei der internationalen Radiomission Trans World Radio an führender Stelle mit. 1970 war er einer der Gründer der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, deren Vorsitzender er bis heute ist. Fünf Jahre später initiierte er die Konferenz Evangelikaler Publizisten, den heutigen Christlichen Medienverbund KEP. 1997 entstand auf seine Initiative hin der „Kongress christlicher Führungskräfte“, dem er seitdem vorsitzt. Marquardt engagierte sich auch im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz, leitete den deutschen Zweig des Lausanner Komitees für Weltevangelisation und war Sprecher beim „Wort zum Sonntag“ in der ARD. Marquardt sei es immer um die „Verbreitung der frohen Botschaft von Jesus Christus“ gegangen, würdigte ihn der Unternehmer Joachim Loh (Haiger). Er sei „so etwas wie ein Nestor der evangelikalen Publizistik“.

Asyl für Honeckers

Der Journalist Kurfer erhielt für seinen SWR1-Hörfunkbeitrag „Uwe Holmer: Der Mann, der Honecker Asyl gab“ ebenfalls den mit 2.500 Euro dotierten Medienpreis. In dem Portrait stellte er Pfarrer Uwe Holmer (Serrahn/Mecklenburg) vor, der Anfang 1990 dem ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker und seiner Frau Margot in seinem Haus Asyl gewährte. Prälat Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der EKD in Berlin, sagte, Kurfer sei es gelungen, die Holmers Lebensmotivation darzustellen, nämlich die christliche Botschaft weiterzusagen. Ohne Holmer zu idealisieren, charakterisiere Kurfer den Pfarrer als einen „Unbeirrbaren, der getragen wird durch seinen tiefen Glauben“.

Pastor im ARD-Krimi

Einen Goldenen Kompass erhielt der freie Journalist Fischer für seinen Beitrag „Protestanten entdecken Mission in Deutschland“, der am 29. November 2009 im Internetportal „Welt Online“ veröffentlicht wurde. Der Publizist Prof. Wolfgang Stock (Woltersdorf bei Berlin) würdigte, dass Fischer fundiert, fair und ohne Polemik über die Kirche schreibe. Für eine Folge der ARD-Krimiserie „Der Dicke“ erhielt der Regisseur und Drehbuchautor Thorsten Näter den KEP-Medienpreis. In dem Film „Glaubensfragen“, der am 11. August 2009 erstmals ausgestrahlt wurde, habe er einen Pastor dargestellt, der zu seinen Zweifeln stehe und dadurch Schwierigkeiten bekomme, machte Pfarrerin Bärbel Wilde (Lüdenscheid) in ihrer Laudatio deutlich. Unter den früheren Preisträgern des seit 1990 verliehenen Goldenen Kompasses sind der Pop-Sänger Cliff Richard, die Schauspieler Heinz Rühmann (1902-1994) und Günther Strack (1929-1999), „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, Fernsehmoderator Günther Jauch sowie die Fußballprofis Marcelo Bordon, Kevin Kuranyi und Rafinha. Als Vorsitzende des Medienverbundes mit Sitz in Wetzlar amtiert Margarete Hühnerbein (Haiger); Geschäftsführer ist Wolfgang Baake.