11. Dezember 2017

Seit 50 Jahren wird das Evangelium unter Migranten verbreitet

Quelle: idea.de

Detlef Blöcher: „Mission vor der Haustür“.

Detlef Blöcher: „Mission vor der Haustür“.

Dortmund (idea) – Der steigende Bevölkerungsanteil von Menschen mit Zuwanderungshintergrund ist für Christen in Deutschland eine Chance: Sie können vor ihrer vertrauten Umgebung Weltmission betreiben.
 

Das sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und Direktor der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG), Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), am 18. September anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Evangelischen Ausländerdienstes in Dortmund. Laut Blöcher leben in Deutschland heute 17 Millionen Bürger mit ausländischen Wurzeln. Viele stammten aus Ländern, wo das Evangelium bislang weitgehend unbekannt sei. Dies biete Christen eine Gelegenheit zur „Mission vor der Haustür“. Dabei helfe der Evangelische Ausländerdienst, in dem er evangelistische Schriften zur Verfügung stelle. Andere Migranten kämen aus stark christlich geprägten Ländern und hätten in Deutschland eigene Gemeinden gegründet. Diese seien eine Bereicherung für die hiesigen Kirchen. Deutsche Gemeinden sollten ihre Häuser öffnen, um den ausländischen Christen es zu ermöglichen, auf ihre Art ihre Gottesdienste zu feiern.

Ausländische Missionare unterstützen

Laut Blöcher ist Europa bei der Weitergabe der Guten Nachricht auf weltweite Unterstützung angewiesen. Während vor 50 Jahren die Missionierung vor allem von westlichen Missionaren betrieben worden sei, kämen heute Missionare aus dem Rest der Welt nach Europa. Beispielsweise seien in Deutschland 400 evangelische Missionare aus Korea tätig. Einheimische Christen sollten ihnen durch praktische Hilfe – etwa bei Behördengängen – zur Seite stehen und ihnen beim Einleben helfen.

Oft Gottes Führung erlebt

Der Evangelische Ausländerdienst wurde 1960 in Solingen gegründet. Seit 1977 befindet sich sein Sitz in Dortmund. Zwei Jahre später übernahm Ulrich Freerksema die Geschäftsführung, die er bis heute innehat. Bei der Festveranstaltung sagte er, dass das Werk in den vergangenen fünf Jahrzehnten oft Gottes Führung erlebt habe. Man habe immer zur rechten Zeit das nötige Geld oder auch die nötigen Mitarbeiter erhalten. Heute beschäftigt das Werk 16 Angestellte. Im Lager befinden sich heute über 60 Tonnen an evangelistischen Schriften in über 100 Sprachen.