13. Dezember 2017

Rechtsextremismus unvereinbar mit christlichem Glauben

Quelle: idea.de

Der westfälische Präses Alfred Buß wendet sich gegen Fremdenfeindlichkeit. Foto: PR/Reinhard Elbracht

Der westfälische Präses Alfred Buß wendet sich gegen Fremdenfeindlichkeit. Foto: PR/Reinhard Elbracht

Dortmund (idea) – Rechtsextremismus ist nach Überzeugung des westfälischen Präses Alfred Buß (Bielefeld) nicht vereinbar mit dem christlichen Glaub
 en.

Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit widersprächen der biblischen Botschaft von Gott als dem Schöpfer aller Menschen, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen aus Anlass einer Kundgebung gegen Neonazis am 4. September in Dortmund. Ein Verbot der Demonstration von Rechtsextremisten hatte das Bundesverfassungsgericht (Karlsruhe) in einer Eilentscheidung aufgehoben Die Polizei hatte ursprünglich die Veranstaltung verboten, nachdem bei einem Beteiligten Sprengsätze gefunden worden waren. Das Dortmunder Polizeipräsidium erklärte nach der Aufhebung des Verbots, bei der vorliegenden Gefahrenprognose sei eine Standkundgebung die sicherste Versammlungsmöglichkeit.

Buß: Rechtsextreme gefährden christliches Abendland

Wie Buß laut einer kirchlichen Pressemitteilung sagte, stünden rechtsextremistische Anschauungen im Widerspruch zum Versöhnungshandeln Jesu Christi, das allen Menschen gelte. Das viel beschworene christliche Abendland gerate nicht dadurch in Gefahr, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammenleben. Gefährlich sei es vielmehr, die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen in Frage zu stellen, „so wie rechtsextreme Diffamierungen es tun“. An der Kundgebung, zu der der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus aufgerufen hatte, wollten sich unter anderem auch der nordrhein-westfälische Sozialminister Guntram Schneider, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (beide SPD) sowie Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen beteiligen.