23. September 2017

Koranverbrennung abgesagt – Obamas Irrtum bleibt

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KO M M E N T A R
 
von Thomas Schneider
 

Nach tagelangem Hick-Hack hat der Pastor der rund 50 Mitglieder zählenden Gemeinde in Gainesville (New York), Terry Jones, die für den 11. September geplante Koranverbrennung abgesagt. Gegenüber Journalisten sagte Jones: „Ich möchte klarstellen und zu 100 Prozent bestätigen, dass es am Samstag um 18 Uhr nicht wie geplant eine Koran-Verbrennung geben wird“.

Was bleibt ist der Irrtum des US-Präsidenten Barack Obama. Bereits am Freitag sagte er im Hinblick auf die Ressentiments gegen Muslime in den USA:

 

„Solange ich Präsident bin, werde ich alles tun, um die Amerikaner daran zu erinnern, dass wir eine Nation unter einem Gott sind, auch wenn wir diesem Gott unterschiedliche Namen geben“.

Eine weise Entscheidung

Ja, es ist es eine weise Entscheidung, auf die öffentliche Verbrennung des für Muslime „heiligen“ Koran zu verzichten. Im christlichen Abendland wäre doch ebenfalls ein lauter Aufschrei zu hören, würden Türken massenweise Bibeln zusammenkarren und lodernden Flammen zum Fraß hinwerfen. Wenn auch der Muslim im biblischen Sinn nicht mein „Bruder“ ist, so ist er doch mein „Nächster“. Und meinen Nächsten soll ich lieben wie mich selbst, sagt der Vater im Himmel in seinem Wort.

Obamas fataler Trugschluss

Doch woran Obama seine Landsleute erinnert ist ein fataler Trugschluss. Amerika ist eben nicht eine Nation unter einem Gott. Wäre der Präsident Christ und würde sich auf die Bibel berufen, hätte er sagen müssen: „Solange ich Präsident bin, werde ich alles tun, um die Amerikaner daran zu erinnern, dass wir eine Nation sind, in der Menschen unterschiedlichen Glaubens leben. Muslime glauben an Allah und Christen glauben an den dreieinigen Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden und für die Schuld der ganzen Welt am Kreuz gestorben ist. Wer dem Sohn Gottes glaubt, wird ewig leben.“

Der Koran ruft alle Muslime…

Auch Obamas Sichtweise, der Gegner der USA sei nicht der Islam sondern „die Terroristen und Mörder, die den Islam pervertiert haben“, ist falsch. Denn der Koran ruft alle Muslime zum Kampf gegen alle Ungläubigen, gegen laue Muslime wie gegen Juden und Christen. Die Perversion der Gewalt ist die ursprüngliche Zielrichtung des Koran, verfasst von Mohammed.

Die Sonne geht auf über Böse und Gute

Jesus Christus sagt im Matthäusevangelium (5,43ff.):

„Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“

Der Kampf der Christen

Der Kampf der Christen gegen das Böse in der Welt bedarf keiner Sprenggürtel und keiner Selbstmordattentate, sondern der im Epheserbrief (6,13ff.) beschrieben geistlichen Waffenrüstung: „umgürtet mit Wahrheit, angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, einzutreten für das Evangelium des Friedens“. Christen brauchen nichts anderes als „den Schild des Glaubens, den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes“. Sonst nichts!

Hinweis in eigener Sache: Es handelt sich um einen privaten Kommentar des Kommunalpolitikers Thomas Schneider und nicht um einen Kommentar von idea.