22. September 2017

Wird der iPad zum Porn-Pad?

Quelle: idea.de

Mehr Besucher auf Porno-Seiten seit Einführung des Minicomputers. Foto: Apple

Mehr Besucher auf Porno-Seiten seit Einführung des Minicomputers. Foto: Apple

Düsseldorf/Cupertino (idea) – Der Minicomputer iPad aus dem Hause Apple beschert vor allem der Pornobranche deutlich wachsende Umsatzzahlen. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende Zeitschrift „Wirtschaftswoche“.
 

Eigentlich habe Apple-Chef Steve Job (Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien) genau das nicht gewollt: „Niemals soll ein Pornostreifen auf meinen Geräten laufen.“ So müssen alle Apple-Zusatzprogramme, sogenannte „Apps“, vor ihrer Freischaltung eine strenge Prüfung durchlaufen. Wer nackte Haut zeigt, fällt durch. Doch offenbar surfen iPad-Nutzer über das Internet auf Pornoseiten. „Das iPad ist definitiv der heilige Gral der Pornoindustrie“, zitiert die Wirtschaftswoche das Erotik-Unternehmen Digital Playground, das Millionenumsätze verzeichnet. So hätten am Wochenende der Produkteinführung des iPads Ende März in den USA die Seiten von Digital Playground 20 Prozent mehr Besucher verzeichnet. Bei der Anmeldung auf der kostenpflichtigen Video-Download-Plattform sei ein Plus von 30 Prozent verzeichnet worden. Inzwischen spreche die Branche vom Porn-Pad. In nur einem Quartal hat Apple 3,27 Millionen iPads verkauft und damit 1,6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Mit den Geräten, die einen berührungsempfindlichen Bildschirm haben, kann man Videos sehen, Spiele spielen und Nachrichten abrufen.