20. September 2017

Rücktritt darf nicht zur Mode werden

Quelle: idea.de

Ole von Beust trat am 18. Juli zurück, zwei Tage zuvor gab die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen ihr Amt auf.

Ole von Beust trat am 18. Juli zurück, zwei Tage zuvor gab die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen ihr Amt auf.

K O M M E N T A R
 

von Wolfgang Polzer

„Alles hat seine Zeit.“ Mit diesem Bibelwort des Predigers Salomo (Prediger 3,1) begründete der amtsmüde Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust (CDU), am 18. Juli seinen Rücktritt. Zwei Tage zuvor gab die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen ihr Amt auf. Die Rücktrittswelle in Kirche und Politik kommentiert Wolfgang Polzer.

In diesem Jahr ist kaum ein Monat vergangen, in dem nicht ein hoher Amtsinhaber aus Politik und Kirche das Handtuch geworfen hätte: die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, Bundespräsident Horst Köhler, der katholische Bischof Walter Mixa, Ministerpräsident Roland Koch, Bürgermeister Ole von Beust und die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen, um nur einige zu nennen. Wie berechtigt auch immer die Gründe waren – der Rücktritt darf nicht zur Mode werden. Es ist auch eine Tugend, trotz (Weiterlesen)