12. Dezember 2017

Gottesdienste auf der gesperrten Autobahn

Quelle: idea.de

Rund zwei Millionen Menschen beim „Still-Leben Ruhrschnellweg“

Rund zwei Millionen Menschen beim „Still-Leben Ruhrschnellweg“

Duisburg/Dortmund (idea) – Alle Räder standen – vorübergehend – still. Am 18. Juli wurde eine der belebtesten Autobahnen Deutschlands, die A 40, von Duisburg bis Dortmund sechs Stunden lang gesperrt.
 

20.000 Tische und 40.000 Bänke verwandelten den ehemaligen Ruhrschnellweg von 11 bis 17 Uhr in die längste Tafel der Welt. Geschätzte zwei Millionen Menschen kamen zu diesem Ort der Begegnung, der Kultur und der Kommunikation. Mit über 150 Tischen beteiligzen sich die Evangelischen Kirchenkreise An der Ruhr, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund an dem Kulturhauptstadtfest „Still-Leben Ruhrschnellweg“. Einen besonderen Platz innerhalb der kirchlichen Aktivitäten nahm der Tisch der Religionen (Auffahrt Essen-Huttrop) ein: Dort begrüßten der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen), der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß (Bielefeld), der türkische Religionsattaché Mehmet Ucmus, ein Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde und Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) die Menschen. Ferner setzten sie das rollende Kunstrad „Engel der Kulturen“ in Bewegung – als ein Zeichen des guten Willens zum interreligiösen Dialogs, der Toleranz und des gegenseitigen Respekts. Kirchengemeinden beteiligten sich entlang der A 40 mit einer Mini-Pilgertour, Gottesdiensten, Musik, Kinderaktionen, Theateraufführungen und Kreativangeboten an dem Fest.