16. Dezember 2017

Die ganze Gesellschaft braucht Umkehr zu Gott

Quelle: idea.de

Bad Blankenburg (idea) – Christen sollten sich regelmäßig Zeit für das Gespräch mit Gott nehmen. Das riet der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Michael Diener (Kassel), am 28. Juli zur Eröffnung der 115. Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg.
 

Die gesamte Gesellschaft bedürfe der Umkehr zu Gott, sagte Diener. „Wer sich die Abfolge der Krisen anschaut, fragt sich, wie lange wir noch die Kraft haben, uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.“ Dabei dürfe die Botschaft vom Gericht Gottes nicht unterschlagen werden.

Love-Parade: Nicht von Sodom und Gomorrha sprechen

Allerdings halte er es „gelinde gesagt für schwierig“, wenn unmittelbar nach Katastrophen wie bei der Love-Parade in Duisburg von „Sodom und Gomorrha“ gesprochen werde. Nach einer Massenpanik bei dem Raver-Treffen am 24. Juli in Duisburg waren 21 Menschen ums Leben gekommen. Die Buchautorin und frühere Tagesschau-Sprecherin Eva Herman (Hamburg) hatte auf ihrer Internetseite das Treiben bei der Love-Parade als Sodom und Gomorrha beschrieben. Wie Diener sagte, sollten Christen nach Katastrophen zunächst für die Angehörigen der Opfer beten. Später müssten aber auch Fehlentwicklungen innerhalb der Gesellschaft angesprochen werden, „die Gott nicht gutheißt“.

„Gott spricht – und das ist gut“

Die Allianzkonferenz steht in diesem Jahr unter dem Thema „Gott spricht – und das ist gut“. Bis zum 1. August werden rund 2.500 Besucher erwartet. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bad Blankenburg, Andreas Kämpf, würdigte die Konferenz in einem Grußwort als Veranstaltung, die die Gemeinschaft der Christen untereinander stärke. Der CDU-Landtagsabgeordnete Gerhard Günther (Königsee) sagte, für Christen sei es ein Vorrecht zu wissen, dass sie mit Gott sprechen könnten „und auch wirklich Antworten bekommen“. Bad Blankenburgs Bürgermeister Frank Persike (Die Linke) sagte, er freue sich, dass zur Allianzkonferenz jedes Jahr so viele Menschen in den rund 7.000 Einwohner zählenden Ort kämen. Die Gäste aus dem Ausland verliehen nicht nur der Konferenz Internationalität, sondern der gesamten Stadt.