21. September 2017

Christliche Gemeinden: Ausländer rein!

Quelle: idea.de

Bad Blankenburg (idea) – Christliche Gemeinden in Deutschland sollten sich stärker für Ausländer öffnen. Das forderte der Referent der Deutschen Evangelischen Allianz für Migration und Integration, Horst Pietzsch (Sinsheim bei Heidelberg), während der Allianzkonferenz im thüringischen Bad Blankenburg.
 

In einem Seminar zum Thema „Ausländer rein“ beklagte er am 29. Juli, dass diese Chance zu wenig genutzt werde. Eine größere Offenheit trage auch zur Integration von Ausländern bei. Wer Freunde und Bekannte in dem Land habe, in dem er erst seit kurzem lebe, sei eher bereit, die Sprache zu lernen und sich anzupassen, so Pietzsch. Nach seinen Angaben hat zum Beispiel Mannheim einen Migrantenanteil von 24 Prozent. In Nürnberg kämen zwei von drei Kindern unter sechs Jahren aus Familien mit ausländischen Wurzeln. Pietzsch hob auch die Möglichkeit hervor, Ausländer mit der christlichen Botschaft zu erreichen. Muslime seien im Ausland deutlich aufgeschlossener für die christliche Botschaft als in ihren Heimatländern. So bezeichneten sich im Iran etwa nur 0,1 Prozent der Bürger als Christen. Von den in Kanada lebenden Iranern hingegen seien 1,7 Prozent Christen, in den USA 3,3 Prozent.

Vor Gottes Gericht fürchten

Bei der Allianzkonferenz plädierte ferner der Musiker und Evangelist Frank Döhler (Dresden) dafür, dass sich Christen vor dem Gericht Gottes fürchten. Eine gesunde Angst könne Leben retten. So wie man beim Überqueren einer Straße aus Furcht vor einem Unfall auf vorbeifahrende Autos achte, so sollten Christen im Blick auf die Ewigkeit darauf achten, wie sie ihr Leben gestalten, sagte er in einer Evangelisation zum Thema „Gut ist, mit Gottes Gericht zu rechnen“. Gott sei kein „Kuschelgott“. Er gebe klare Leitlinien, etwa in den Zehn Geboten. Doch hätten Christen allen Grund zur Hoffnung, so Döhler. Wer auf Jesus vertraue, für den verwandle sich die Angst vor dem Gottesgericht in eine tiefe Heilszuversicht. Zur Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz, die am 1. August zu Ende geht, werden rund 2.500 Besucher erwartet.