13. Dezember 2017

Christen arbeiten kostenlos für ihre Kommune

Quelle: idea.de

Bürgermeister Hubert Koch (SPD). Foto: PR

Bürgermeister Hubert Koch (SPD). Foto: PR

Sinn (idea) – Auf ungewöhnliche Weise engagieren sich freikirchliche Christen für die mittelhessische Gemeinde Sinn. Sie stellen ihrer rund 6.500 Einwohner zählenden Kommune jede Woche 40 Arbeitsstunden kostenlos zur Verfügung.
 

Bürgermeister Hubert Koch (SPD) ist begeistert. Wie er dem Stadtparlament sagte, habe sich die Freie evangelische Gemeinde „Unterwegs“ bereiterklärt, am Gemeinwohl orientierte Arbeiten zu übernehmen. Das Angebot passe, weil es im Bauhof akute Personalnot gebe. Die Leiterin der 40 Mitglieder und rund 100 Gottesdienstbesucher zählenden Gemeinde, Dorkas Achenbach-Gabke, sagte gegenüber idea, die Initiative sei inspiriert von den Erfahrungen der US-amerikanischen Willow-Creek-Gemeinde (South Barrington bei Chicago), die Kirchendistanzierte erreichen will und sich sozial stark engagiert. Es gehe darum, der Kommune etwas Gutes zu tun: „Wir wollen Sinn dienen.“ An jedem Samstagvormittag reinigten Gemeindemitglieder die Grünanlagen von Unkraut. Sie hätten auch eine Patenschaft für einen Spielplatz übernommen und führten im Schwimmbad und andernorts einfache Renovierungsarbeiten aus. Die Aktion stoße im ganzen Ort auf Anerkennung. Auch Einwohner, die bislang keine Kontakte zur Freien evangelischen Gemeinde gehabt hätten, brächten sich inzwischen mit ein. In einer Pressemitteilung erklärte der Bürgermeister: „Wir freuen uns über dieses bürgerschaftliche Engagement und sind sehr dankbar dafür.“ Die Gemeinde „Unterwegs“ gehört zum Bund Freier evangelischer Gemeinden, der rund 38.000 Mitglieder hat.